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Wien- Der rebellische Waldviertler Schuster Heini Staudinger ist nicht der einzige, dem die Finanzmarktaufsicht (FMA) den unerlaubten Betrieb von Bankgeschäften vorwirft. Die Finanzaufseher sehen auch im Geschäftsmodell eines von Christian Baha gegründeten Hedgefonds ein Einlagengeschäft, wofür eine Bankkonzession erforderlich wäre. Der Superfund Unternehmensbeteiligungs AG hat die FMA vor kurzem per Verfahrensanordnung eine Frist bis 30. Dezember gesetzt, um einen "der Rechtsordnung entsprechenden Zustand" herzustellen, berichtet das Wirtschaftsmagazin "Format" vorab.
Bahas Hedgefonds wird von der FMA dezidiert dazu aufgefordert, die gewerbliche Entgegennahme fremder Gelder zur Verwaltung gemäß § 1 Abs. 1 Ziffer 1 erste Fall des Bankwesengesetzes (BWG) - also das Einlagengeschäft, und des weiteren die Verwaltung der bereits entgegengenommenen fremden Gelder zu unterlassen. Dies ist durch Vorlage entsprechender, aussagekräftiger Unterlagen bis spätestens 30. Dezember nachzuweisen.
Im Vergleich zu Staudinger (GEA) spielt sich der Superfund-Fall wertmäßig in einer viel größeren Dimension ab: Geht es bei Staudinger um über 3 Mio. Euro, sind von der FMA-Anordnung laut Magazinbericht die Superfund-Genussscheine A, B und C sowie zwei Ansparpläne betroffen, auf denen schätzungsweise bis zu 100 Mio. Euro liegen sollen.
Im Worst-Case müsste Superfund die Verwaltung in Österreich einstellen und die Gelder an die Investoren zurückzahlen. Um dies abzuwenden, habe Baha zwei Möglichkeiten: Er könnte tausende Genussscheininhaber anschreiben und mit ihnen eine direkte Beteiligung vereinbaren oder sich eine Bank kaufen. Mit einer Banklizenz würde die Verwaltung von Kundengeldern kein Problem mehr darstellen.
Bisher habe sich Baha allerdings erfolglos um eine Bank bemüht, schreibt das Magazin. Gut gefallen hätte ihm die Österreich-Tochter der Schweizer Privatbank Vontobel. Baha hätte dem Vernehmen nach 30 Mio. Euro hingeblättert. Die Schweizer hätten es sich aber anders überlegt, sie hätten einen Imageschaden befürchtet.
Ebenso erfolglos sei die Kontaktaufnahme mit der Alizee-Bank verlaufen - der wie berichtet inzwischen von der FMA die Banklizenz entzogen wurde. Auch bei der Linzer Partnerbank soll Baha sein Glück versucht haben, scheiterte aber wegen unterschiedlicher Vorstellungen über den Kaufpreis.
Der letzte Ausweg, die Superfund-Einlagen einer anderen Bank zur Verwaltung zu übergeben, dürfte nicht leicht sein. Angeblich will keine Bank das Risiko auf sich nehmen.
"Superfund wird das Genussscheinmodell in Abstimmung mit der FMA anpassen", zitiert "Format" Superfund-Vorstand Rene Danzinger, der die Rechtsansicht der FMA nicht teilt. Seiner Meinung nach werden die Gelder im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen verwaltet.
Käme die FMA am Jahresende zu einer anderen Ansicht, könnte findige Anleger auf die Idee kommen, ihre über Jahre bezahlten Verwaltungsgebühren auf dem Zivilrechtsweg zurückzuverlangen, heißt es im Bericht weiter. Dann wäre die Gesellschaft überschuldet. Rückstellungen dafür seien in der Bilanz nicht abgebildet. Baha selbst habe seine Schäfchen vorsorglich schon ins Trockene gebracht: Er habe sich zuletzt den gesamten Bilanzgewinn von 4,2 Mio. Euro auszahlen lassen.
Bereits vor fast acht Jahren hatte die Aufsicht Bedenken gegen die Genussscheine von Superfund - damals noch "Quadriga" - angemeldet. Daraufhin stoppte das Unternehmen den Vertrieb und stellte sein Geschäftsmodell auf Sicav (Luxemburg) um. (APA, 22.11.2012)
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... die "gefangen" werden sollen - keine Frage !
Wobei sich mein Mitleid mit derlei Anlegern - im "Baha-Insolven-Falle" - durchaus in engen Grenzen hält.
Aber ich muß gestehen:
Hier macht die FMA genau die Arbeit für die sie eingesetzt wurde - im Gegensatz zu ihrem Engagement i.S. "KMU & NGO".
Die "Baha-Connections" sammeln GELD um Geld zu VERMEHREN - der "humane/humanitäre" Nutzen, sofern im Rahmen der "Investments" überhaupt vorhanden (was im Sinne von Gewinn-MAXimierung eher UNwahrscheinlich ist), ist dabei völlig nebensächlich !
"Heini & die NGOs" INVESTieren das ihnen anvertraute Geld - definitiv(!) - in humane/humanitäre Projekte.
Jetzt klar ;-) ?!?
... wie soll ich sagen ?!?
Ich bin irgendwie - auch wenn ich's nicht "plausibel erklären" kann - der ÜBERZEUGUNG(!), daß die GEFAHR (für den Kunden/INVESTOR) "einzufahren", bei den "Zockern" GRÖSSER ist ...
... als bei den "Playern der REAL-Wirtschaft".
{Drum auch eher das "Metier (=Aufgabe)" der FMA !}
Läßt sich das nachvollziehen ?!?
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