Eltern für viele kurze Bewegungsblöcke

Elternvertreter Saverschel: Bliebe durch Wegzeit und Umziehen nicht viel von der Bewegungseinheit übrig

Wien - Erst vor kurzem hat der Nationalrat einstimmig einen Entschließungsantrag zur Einführung der täglichen Turnstunde in Schulen und Kindergärten beschlossen. Elternvertreter äußerten nun allerdings Zweifel an der Umsetzbarkeit dieser Idee und brachten einen Alternativvorschlag. Theodor Saverschel, Vorsitzender des Bundesverbands der Elternvereine an mittleren und höheren Schulen, plädierte im Ö1-Morgenjournal dafür, auf mehrmalige Bewegungseinheiten von zehn Minuten anstelle einer Turnstunde pro Tag zu setzen.

Zu wenig Turnsäle

Von einer Stunde Turnunterricht bleibe durch Wegzeit, Umziehen und eventuell Duschen nicht viel übrig. Außerdem gebe es oft auch nicht ausreichend Turnsäle für eine solche tägliche Bewegungseinheit. Stattdessen solle der Unterricht alle zwei Stunden durch zehnminütige Bewegungseinheiten in den Klassen unterbrochen werden, so der Vorschlag des Elternvertreters.

Durch eine solche Auflockerung könnten die Kinder auch dem Unterricht wieder besser folgen. Und während eine tägliche Turnstunden aus Sicht der Politik nur an Ganztagsschulen umsetzbar wäre, seien mehrere kleine Bewegungsblöcke an allen Schulen leicht umsetzbar.

Die Sportsprecher von SPÖ und ÖVP, Hermann Krist und Johannes Schmuckenschlager, begrüßten den Vorschlag der Eltern im Ö1-Mittagsjournal und sprachen von einem ersten Schritt zu mehr Bewegung, der sich relativ leicht und schnell umsetzen ließe. Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) ließ ausrichten, dass alle konstruktiven Vorschläge in die Diskussion aufgenommen würden. (APA, 22.11.2012)

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