Internationales Presse Institut: Heuer schon 119 Journalisten getötet

22. November 2012, 15:31
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Immer mehr gezielte Tötungen

Wien/Damaskus - Weltweit sind heuer bereits 119 Journalisten in Ausübung ihres Berufs getötet worden. Das gab das in Wien ansässige Internationale Presse Institut (IPI) am Donnerstag bekannt. Damit ist bereits Wochen vor Jahresende 2012 ein Höchststand der vergangenen 15 Jahre erreicht. Die meisten Medienleute (36) kamen demnach in Syrien um. In der großen Mehrheit der Fälle habe es sich um gezielte Tötungen gehandelt.

Das IPI erfasst die Zahl getöteter Medienleute seit 1997. Die Organisation sprach hinsichtlich der gezielten Morde in einer Interneterklärung von einem "alarmierenden Trend", der in den vergangenen 15 Jahre zu beobachten sei. Journalisten würden immer häufiger gezielt angegriffen, um "Informationsverbreitung zu verhindern".

Hinter Syrien rangiert laut IPI Somalia mit bisher 16 Toten 2012 auf Platz zwei der gefährlichsten Länder für Journalisten. Dahinter folgen Mexiko, Pakistan und die Philippinen.

Am Donnerstag und Freitag findet in Wien eine Konferenz einschlägiger UNO-Organisationen und NOGs statt, die sich damit befasst, wie das Leben von Journalisten besser geschützt und ihr Arbeitsumfeld sicherer gemacht werden kann.(APA, 22.11.2012)

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