"Reporter ohne Grenzen" starten Website mit zensierten Inhalten

  • Am Dienstag geht die Plattform online und soll möglichst oft verbreitet werden
    screenshot: wefightcensorship.org

    Am Dienstag geht die Plattform online und soll möglichst oft verbreitet werden

Zensur in zahlreichen Ländern soll umgangen werden

Immer wieder werden Medien in verschiedenen mit dem Vorwurf konfrontiert, zu viel zu zensieren. Sehr viele Menschen sind weltweit von Zensur und kontrollierten Medien betroffen und können Information nicht so wahrnehmen und konsumieren, wie manch andere. Wie Heise schreibt, will nun die Menschenrechtsorganisation "Reporter ohne Grenzen" nächste Woche eine Website launchen, die Zensur in den betroffenen Ländern umgehen soll.

Streisand-Effekt

Wefightcensorship.org soll am Dienstag online gehen und Texte als auch Videos beinhalten, die international von der Presse aufgenommen wurden, aber in manchen Ländern aus Gründen der Zensur nicht erschienen sind. Auch Inhalte, deren Verbreitung für den Urheber zum Teil fatale Folgen haben könnten, sollen dort präsentiert werden. Man hoffe dabei auf den "Streisand-Effekt", der die Verbreitung von Inhalten im Internet erst recht begünstigt, wenn ein Versuch der Zensur stattfindet. Zu dem Material soll es auch Hintergrundinformationen und Gründe für die Zensur geben.

Spiegelung erwünscht

Videos über Explosionen in Waffenlagern oder Polizeigewalt in Belarus werden von den Reportern ohne Grenzen als Beispiele genannt. Die Spiegelung der Website sei bewusst gewollt und technisch relativ einfach, die Seite sei dafür ausgerichtet. Auch von Nutzern eingestellte Inhalte sind erwünscht, werden vor der Veröffentlichung aber geprüft. (red, derStandard.at, 22.11.2012)

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