Pfarrer in Wien-Simmering streute wegen Hundstrümmerl Pfeffer

22. November 2012, 14:18
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Der Geistliche zeigte nach Gespräch mit Tierschutzverein Einsicht - Er wurde trotzdem von einem Anrainer angezeigt

Wien - Eine durchaus radikale Maßnahme hat ein Wiener Pfarrer im Kampf gegen unerwünschte Hundstrümmerl gesetzt: Er streute - laut Augenzeugenbericht - zwei Kilogramm Pfeffer auf dem Grünstreifen vor einer Kirche in Simmering aus, berichtete der Wiener Tierschutzverein am Mittwoch in einer Aussendung. Dies ist äußerst gesundheitsschädlich für Hunde.

In einem Gespräch verdeutlichte der Verein dem Mann die Folgen seines Tuns. Der Pfarrer habe daraufhin Einsicht gezeigt und versprochen, in Zukunft keinen Pfeffer mehr zu streuen, hieß es.

Nichtsdestotrotz wurde er von einem Anrainer bei der Polizei angezeigt, berichtete der Tierschutzverein. Der Verein wurde von Augenzeugen über den Vorfall informiert. Der Pfarrer streute das Gewürz, weil er mit Reden nicht zum gewünschten Erfolg gekommen sei, wie er dem Verein beim Treffen erklärte. Unklar ist, hieß es in der Aussendung, ob dem Pfarrer die Auswirkungen dieser Methode bewusst waren.

Schwere Verätzungen

Die Schärfe von Pfeffer in diesen Mengen könne zu schwersten Verätzungen im Rachenraum führen, warnten die Tierschützer. Wenn die Vierbeiner sich danach auch noch die Pfoten ablecken, komme die Schärfe in den Magen und könne dort zu weiteren inneren Verletzungen führen. Außerdem sei es in Österreich verboten, Tieren Nahrung oder Stoffe vorzusetzen, die zu Schmerzen, Leiden oder Schäden führen könnten. (APA, 22.11.2012)

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    In Österreich ist es verboten, Tieren Nahrung oder Stoffe vorzusetzen, die zu Schmerzen, Leiden oder Schäden führen könnten.

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