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Kundenschwund bei Standard & Poor's (S&P): Kurz nach der Deutschen Post hat nun auch HeidelbergCement seinen Vertrag mit der Ratingagentur gekündigt. Der Dax-Konzern beende seine langjährige Zusammenarbeit mit S&P, teilte der Baustoffhersteller am Donnerstag mit. Zu den Gründen wollte sich ein Sprecher nicht äußern. "Das geht alleine die Vertragsparteien etwas an." Es seien allerdings keine "kommerziellen Gründe", wie sie die ebenfalls zu den 30 Dax-Werten zählende Deutsche Post ins Feld geführt hatte.
Zwei der drei großen Ratingagenturen - Moody's und Fitch - bewerten weiter die Kreditwürdigkeit von HeidelbergCement. "Die Zusammenarbeit mit Moody's und Fitch läuft sehr gut. Die wollen wir fortsetzen", sagte der Sprecher. Investoren erwarten, dass ein Konzern von mindestens zwei Ratingagenturen bewertet wird, wenn er am Kapitalmarkt Anleihen begeben will.
Die Deutsche Post hatte am Mittwoch mitgeteilt, Bewertungen ihrer Kreditwürdigkeit weiter von Moody's, künftig aber nicht mehr von S&P sondern von Fitch einzuholen. Grund waren wohl die Preise des Marktführers, die im Frühjahr schon zwölf deutsche Großkonzerne in einem Brief an die Ratingagentur kritisiert hatten. Bisher hatte aber kein Unternehmen Konsequenzen gezogen, weil eine Bewertung durch S&P als Muss für eine erfolgreiche Anleihe-Platzierung gesehen wurde. Die Frage ist nun, ob die Deutsche Post und HeidelbergCement der Auftakt zu einer Reihe von Vertragskündigungen sind.
S&P bekräftigte seine Ratings für HeidelbergCement am Donnerstag mit "BB" für die langfristige und "B" für die kurzfristige Kreditwürdigkeit, mit einem stabilen Ausblick. Damit werde die Bewertung auf Wunsch von HeidelCement eingestellt, hieß es in der Mitteilung. Moody's und Fitch vertreten mit "Ba1" beziehungsweise "BB+" ähnliche Einschätzungen, jeweils ebenfalls mit stabilen Ausblicken. (APA, 22.11.2012)
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es soll in der Vergangenheit auch schon Fälle gegeben haben, wo Unternehmen von Ratingagenturen angehalten wurden bei ihnen ein Rating zu bestellen. Ansonsten würde es auch eines geben - nur möglicherweise, z.B. durch schlechteren Datenzugang, für das geratete Unternehmen nicht so vorteilhaft.
Viele Unternehmen sollen dieses Angebot dankend angenommen haben, da der Preis fürs Rating niederiger als der Aufschlag für höhere Zinsen durch das schlechtere Rating war. Auch eine Form von Absatzstrategie. Wenn es stimmen würde. Aber wie gesagt: unbestätigtes Gerücht. Oder hat jemand andere Infos?
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