Korruptionsskandal gefährdet Koalition im Irak

22. November 2012, 12:05
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4,2 Mrd. Waffendeal mit Russland im Zentrum

Bagdad - Im Irak könnte eine Affäre um angebliche Schmiergeldzahlungen für einen Waffendeal mit Russland die Regierungskoalition in Bagdad sprengen. Ein Abgeordneter der schiitischen Sadr-Bewegung sagte der Zeitung "Al-Mada" (Donnerstag), Regierungschef Nuri al-Maliki habe den Vertretern der Parteien der Allianz der Schiiten-Parteien mitgeteilt, Regierungssprecher Ali al-Dabbagh sei in den Fall verwickelt.

Ein Mitglied des Anti-Korruptions-Komitees des Parlaments erklärte dagegen im Gespräch mit der irakischen Nachrichtenagentur Sumeria News, Al-Dabbagh habe ihm mitgeteilt, fünf "enge Vertraute von Al-Maliki" hätten bei den Russen die Hand aufgehalten.

Das Geschäft, das einen Umfang von 4,2 Milliarden US-Dollar (rund 3,2 Mrd. Euro) hat, war wegen des Korruptionsverdachts vor einigen Tagen auf Eis gelegt worden. Die Iraker wollten von den Russen Kampfhubschrauber, Luftabwehrgeschütze und Raketensysteme kaufen. Der Irak gehört nach Einschätzung der Organisation Transparency International zu den korrupten Staaten der Welt. (APA, 22.11.2012)

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