Viel trinken trotz Blasenschwäche

Eine trainierte Blase erhöht auch bei Inkontinenz nicht den Harndrang

Menschen, die unter Inkontinenz leiden,  trinken aus Angst, ständig "rennen" zu müssen häufig zu wenig. Vor allem tagsüber wird  die Flüssigkeitszufuhr auf ein Minimum reduziert.

Das mangelhafte Trinkverhalten begünstigt Harnwegs-, Blasen- und Nierenentzündungen. Zusätzlich reduziert sich langfristig das Fassungsvermögen der Blase und der hochkonzentrierte Harn reizt die Blasenmuskulatur. Bei ausreichender Verdünnung, ist der Harn dagegen weniger aggressiv und lässt sich laut Experten auch leichter zurückhalten. Der Druck auf der Blase wird als weniger unangenehm empfunden.

Das Infozentrum Inkontinenz empfiehlt Betroffenen ausreichend und gleichmäßig über den Tag verteilt zu trinken, denn die erhöhte Flüssigkeitszufuhr erhöht nicht zwangsläufig den Harndrang. Ballaststoffreiche Ernährung, Gemüse und Vollkornprodukte beugen Verstopfungen vor. Der Druck auf die Blase reduziert sich dadurch. (red, derStandard.at, 22.11.2012)

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