Tarifstreit kostet täglich 30 Millionen Dollar

Kein Ende des "lock-out" in Sicht

New York - Im "lock-out" der nordamerikanischen Eishockey-Liga NHL ist weiter kein Ende in Sicht. Vor dem "Thanksgiving"-Feiertag blitzte am Mittwoch die Spielergewerkschaft bei der Liga mit einem Gegenvorschlag umgehend ab. "Es gab auf beiden Seiten Bewegung, aber wir sind noch immer weit voneinander entfernt", sagte dazu Liga-Obmann Gary Bettmann.

Die Gewerkschaft unterbreitete einen Vorschlag, in dem sie erstmals eine 50:50-Halbierung der Einnahmen akzeptierte. Doch Bettman meinte, dass die Vorstellungen der beiden Seiten weiterhin weit auseinanderliegen würden. So fordert die Spielergewerkschaft von der Liga 393 Millionen Dollar (306,91 Mio. Euro) statt der offerierten 211 Mio. (164,78 Mio. Euro), um den Verlust für bestehende Verträge abzufedern.

Die NHL wischte den Vorschlag der Spielergewerkschaft umgehend vom Tisch und offerierte stattdessen nochmals die gleichen Konditionen wie vor einem Monat, obwohl der damalige Vorschlag auf einer kompletten Saison mit 82 Spielen vor den Play-offs basierte, was mittlerweile nicht mehr möglich ist. Laut Bettmann koste ein "lock-out"-Tag der Liga pro Tag bis zu 20 Mio. Dollar (15,62 Mio. Euro), den Spielern bis zu 10 Mio. (APA/Si/AFP/Reuters; 22.11.2012)

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