Primitive Flügel bereits für Flug geeignet - aber mit Einschränkungen

25. November 2012, 20:26
  • Der Ur-Vogel Archaeopteryx  beherrschte bereits den Flug, doch seine noch recht primitiven Flügel erschwerten vermutlich den Start und das langsame Fliegen.
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    grafik: todd marshall

    Der Ur-Vogel Archaeopteryx  beherrschte bereits den Flug, doch seine noch recht primitiven Flügel erschwerten vermutlich den Start und das langsame Fliegen.

Deutliche Unterschiede zu Flügel der heutigen Vögel: Federanordnung erschwerte Starts vom Boden und langsames Fliegen

London - Bisher sind Paläontologen davon ausgegangen, dass bereits frühe Vogelarten Flügel besaßen, die in ihrem Aufbau jenen moderner Vögel gleichen. Aber wie es scheint, hat die Evolution bei den Flügeln des Urvogels Archaeopteryx noch "geübt": Genaue Untersuchung von Fossilien ergeben, dass Form und Struktur sich deutlich von den ausgereiften Flügeln heutiger Vögel unterschieden. Zu Fliegen waren sie aber trotzdem schon geeignet - wenn auch mit gewissen Einschränkungen.

Das hat ein internationales Forscherteam festgestellt, als es die Fossilien mehrerer Urvögel und gefiederter Dinosaurier näher untersuchte. Demnach fehlten dem Archaeopteryx und dem gefiederten Dinosaurier Anchiornis die säuberlich gestaffelten Deck- und Schwungfedern heutiger Vögel. Stattdessen lagen bei ihnen die sehr dünnen Federn in mehreren, fast gleichlangen Schichten übereinander, wie die Forscher im Fachmagazin "Current Biology" berichten.

Probleme beim Start und beim langsamen Fliegen

Diese Struktur machte die frühen Flügel trotz der dünnen Federn tragfähig, erschwerte aber vermutlich Starts vom Boden aus und langsames Fliegen. Dies würde dafür sprechen, dass die ersten gefiederten Dinosaurier und Vögel zunächst von Bäumen aus durch die Luft glitten, bevor sie richtig fliegen lernten, meinen die Wissenschafter.

"Der Vogelflügel ist eine der bemerkenswertesten Erfindungen der Natur", schrieben Nicholas Longrich von der Yale University und seine Kollegen. Aus den Vorderbeinen der Dinosaurier habe die Evolution innerhalb einiger Millionen Jahre eine hocheffiziente gefiederte Tragfläche gebildet. An den Fossilien des Archaeopteryx lasse sich nun erkennen, dass dieser lange Deckfedern besaß, welche die Schwungfedern fast vollständig überdeckten. Anchiornis habe hingegen zahllose einfache, bandartige Federn, die sich dicht überlappten. "So etwas Ähnliches finden wir heute nur noch bei den Pinguinen", sagte Longrich.

Die Flügel beider Vogelvorfahren seien damit weder zum Spreizen noch zum Schrägstellen der Schwungfedern geeignet, was heutigen Vögeln den langsamen Flug ermöglicht. "Wir können nicht davon ausgehen, dass diese Flügel schon so funktionierten wie diejenigen der heutigen Vögel", schrieben Longrich und seine Kollegen. Stattdessen habe sich die Funktion der Flügel zusammen mit ihrer Struktur langsam weiterentwickelt - vom gefiederten Dinosaurier Anchiornis über den Archaeopteryx und seine Nachfahren bis hin zu den heutigen Vögeln. (APA/red, derstandard.at, 24.11.2012)

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Archie, der erste Basejumper, absolut lachhaft!

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