Mannshohe Pinguin-Art in der Antarktis entdeckt

Paläontologen fanden 34 Millionen Jahre alte fossile Überreste

Buenos Aires - Argentinische Wissenschafter haben in der Antarktis die fossilen Überreste eines Riesen-Pinguins entdeckt, der vor 34 Millionen Jahren in der Region lebte. Erste Untersuchungen ergaben, dass das Tier zu Lebzeiten eine Höhe von zwei Metern erreicht haben dürfte. "Dies ist der größte und schwerste Pinguin, der jemals gefunden wurde", erklärte die Paläontologin Carolina Acosta, Wissenschafterin am Naturkundemuseum der Provinz La Plata.

Bisher galt die Spezies Icadyptes salasi als die größte bekannte Pinguin-Art Amerikas. Die Fossilien dieser Art hatten Forscher der North Carolina State University Raleigh an der Südküste des heutigen Peru in der Provinz Ica entdeckt. Icadyptes lebte vor 36 Millionen Jahren und erreichte eine Größe von 1,50 Meter. Das Tier verfügte über einen 20 cm langen, dolchartigen Schnabel, der vermutlich der Fischjagd diente. Der größte heute lebende Pinguin ist mit einer Höhe von 1,3 Meter der Kaiserpinguin (Aptenodytes forsteri).

Kein Frackträger

Bei ihrer nächsten Expedition in die Antarktis wollen die Paläontologen nach weiteren Fossilien suchen. Unter anderem erhoffen sie sich Erkenntnisse darüber, wie die Tiere sich fortbewegten. Frühere Funde legen nahe, dass die Ur-Pinguine nicht den typischen schwarz-weißen "Frack" ihrer heutigen Nachkommen trugen, sondern ein rötlich-braunes oder graues Gefieder. (APA/red, derstandard.at, 22.11.2012)

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