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Galapagos - Die im Juni gestorbene Riesenschildkröte "Lonesome George" war doch nicht die letzte ihrer Unterart. Wissenschafter haben 17 Tiere auf den Galapagos-Inseln identifiziert, die Gene der selben Unterart Chelonoidis abingdoni aufweisen, wie am Mittwoch das ecuadorianische Umweltministerium in Quito mitteilte.
Eine gemeinsame Untersuchung des Galapagos-Naturparks und der Yale-Universität fand demnach neun Weibchen, drei Männchen und fünf Jungtiere auf der Insel Isabela, die genetisch zum Teil in erster Generation von der Unterart der Insel Pinta abstammen, der "Lonesome George" (der einsame George) angehörte.
Dies habe die Analyse von 1.600 Gewebeproben, die ab 2008 von Riesenschildkröten am Hang des Wolf-Vulkans auf Isabela genommen worden waren. Bisher galt der einsame George als der letzte seiner Unterart.
Die Schildkröten-Unterarten lebten isoliert auf den verschiedenen Galapagos-Inseln. Segler, die im 19. Jahrhundert die Tiere als Nahrung an Bord nahmen, warfen sie manchmal lebend wieder ins Wasser, wenn sie Überschuss an Lebensmittel hatten. So strandeten Pinta-Exemplare auf Isabela.
Die Wissenschafter schließen nicht aus, dass es dort nicht nur hybride, sondern auch genetisch ungemischte Pinta-Riesenschildkröten gebe. "Lonesome George" war im Juni mit über 100 Jahren an Herzversagen gestorben. (APA, 22.11.2012)
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Ich konnte nicht ganz glauben, was ich da laß: Man hat also diese Schildkröten als Lebensmittel an Bord genommen und warf sie dann einfach so wieder ins Meer sobald man was besseres zum Essen hatte????
Also wenn es so was heute noch gäbe, dann würde ich die Segler vom Boot werden und nicht die armen Schildkröten!
Naja, bei der geringen Anzahl kann man die Art trotzdem leider als ausgestorben betrachten. Selbst wenn sie untereinander Nachkommen zeugen werden die irgendwann durch Inzucht steril.
Blöderweise haben das die Leute nicht gewusst die das Alte Testament geschrieben haben ;)
Inzucht kann, muss aber nicht zu einem Problem werden in kleinen Populationen...nicht wenige Populationen auf Inseln gehen auf sehr wenige Tiere zurück und denen gehts blendend.
In einem Experiment mit Guppys (kleine Fische) etwa wurde Inzucht experimentell untersucht und grosse Populationen aus nur einem befruchteten Weibchen erzeugt (Inzucht hoch Inzucht sozusagen). Den Fischen gings über viele Generationen gut und die Wissenschafter hatten Mühe überhaupt Nachteile der Inzucht zu finden...
Wenn sich die Art nicht selbst am leben halten kann dann ist sie ausgestorben. Gezielte Zuchtprogramme haben nichts mit Natürlichkeit zu tun.
Auch wenn die Inzuchtschäden später oder vielleicht sogar gar nicht auftreten, die Variation und die Fähigkeit einer Population sich anzupassen leidet in jedem Fall massiv.
An ein selbstständiges Überleben kann man nicht denken.
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