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Frauenministerin Heinisch-Hosek plädiert für einen freiwilligen Papamonat (derStandard.at hat berichtet).
Väter sollen es sich also aussuchen dürfen (und können), ob sie vier Wochen lang zu Hause beim Kind bleiben möchten oder nicht. Als Reaktion von der kämpferischen Männerrechtler-Front (nein, ich meine damit nicht alle Männer), hätte ich mir erwartet, diesen Vorschlag als lächerlichen Tropfen auf dem heißen Stein abzutun. Weit gefehlt.
Der Sturm der Entrüstung bläst - wie üblich, wenn es um das Thema Frauen- und Männerrechte geht - zum fröhlichen Halali auf Frauen und nämliche Ministerin. Die "Argumente" sind (Achtung, subjektive Wahrnehmung!) immer dieselben:
Schon wieder erlaubt sich eine (!) Linke den Luxus, sich mit Unnötigem zu beschäftigen, während die Welt an Wirtschaftskrise und Öko-Raubbau zugrunde geht. (Das gilt übrigens auch für GutmenschInnen). Sie fordert weitgehend Entrechtete auf, noch mehr für ohnehin Privilegierte zu tun.
Zurückgeschlagen wird stets mit Hasstiraden und Häme. Auf die faulen Frauen nämlich, die gefälligst ihre Hintern ins Bundesheer bewegen mögen, anstatt der von Kindesvätern gesponserten Konsumlust zu frönen. Sie reichen fröhlich Scheidungen ein, um sich ein selbstverwirklichtes Leben als Alleinerzieherinnen zu gönnen - auf Kosten der Kinder! Die Männer bleiben als Melkkühe zurück und sollen auch noch Verständnis dafür aufbringen? Es reicht!
OK. Polemik beiseite. Es gibt genügend Väter, die sich gut und gerne um ihre Kinder kümmern möchten, aber berechtigterweise um ihren Arbeitsplatz fürchten. Ich höre von Männern, die, kaum ihren Wunsch nach Papa-Karenz geäußert, "abgesägt" oder zumindest belächelt werden.
Diese gilt es rechtlich und moralisch zu unterstützen, genauso wie Frauen, die ebenfalls (zu Recht) meinen, sich zwischen Kind und Karriere entscheiden zu müssen, aus Angst, ihr finanzielles Auskommen zu gefährden und damit die eigene und ihrer Kinder Zukunft.
Ja, dieses Thema hat einen Bart. Er ist es aber wert, sich um ihn (konstruktiv) zu streiten. Weil es um nichts weniger geht als unsere zukünftige Gesellschaft. Auch sie wird sich um wichtige Themen kümmern müssen: Wirtschaft, Umwelt und vor allem die Frage, in welchem Europa wir leben möchten. Gegen Frauen, Männer oder Sozis zu sein, wird dabei nicht reichen. Wir haben wahrlich wichtigere Aufgaben, als Männer- und Frauenparteien in unseren Schädeln zu kultivieren, um uns selbige einzuschlagen.
Verwenden wir diese Zeit und Energie doch für Nützliches, zum Beispiel dafür, unseren ohnehin wenigen (Stichwort: Überalterung) Kindern bestmögliche Bildungschancen zu ermöglichen und ihnen gleichzeitig zu erlauben, eigenständig und kritisch zu denken, um innovativer zu sein, kreativer und vielleicht weitsichtiger als wir. (Diana Schreidl, derStandard.at, 22.11.2012)
Diana Schreidl, ehememalige Angestellte, 31, in Babypause.
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bei der Auseinandersetzung um den Papamonat geht es um nix anderes als um unsere künftige Gesellschaft. So habe ich das noch nie betrachtet, aber man(n) lernt ja nie aus. Ich geh jetzt Katzenfutter kaufen, da geht es um die Rettung des Euro und auch des Regenwaldes.
Der Papamonat ist eine Beleidigung. Vielleicht brauchen Machos, die immer um die Häuser ziehen, die Ausred, dass sie eh Papamonat waren. Ein Vater, auch wenn er arbeitet (und sich lebenslang um seine Kinder kümmert: nachmittags - abends - wochenends - nachts - wann immer die Frau nicht da ist, sich sorgt, sich kümmert, auch um die Mama) hat so eine, auf einem Monat basierende, attestierte Väterlichkeit nicht nötig. Lächerlich.
aber vielleicht der vater, der sich noch nicht in ide rolle gefunden hat, und sich nicht traut damit auseinanderzusetzen
oder die mutter, die in der zeit durch den vater entlaster wird
das kind, das einen guten start bekommt
die älteren kinder, denen sich die eltern in dem monat gezielter widmen können, um die (neuerlich) geteilte liebe begreiflich zu machen
nicht alles dreht sich um *den mann*
wer immer das sei!
Da vielen mir sinnvollere Varianten als den von linken feministischen Emanzen geforderten Papamonat.
Sinnvoller wäre
A. Reduktion der Wochenarbeitszeit bei Eltern, welche ein Kind unter 12 Jahren im Haushalt haben.
B. Ein erhöhter Urlaubsanspruch ebenfalls wenn ein Kind unter 12 Jahren im Haushalt lebt.
C. Ein Erziehungszeitbudget z.B 3 Monate für Eltern in den ersten 12 Jahren.
Des weiteren stellt der Papamonat eine unberechtigte Diskriminierung von Alleinerziehenden dar. Weil kann eine Alleinerziehende Frau / Mann diesen Monat kumulativ mit den eigenen Ansprüchen konsumieren?
das sind nette ideen, nur werkann die erreichen?
A + B -> wirtschaftsministerium -> ÖVP
C -> familienministerium -> ÖVP
Keines der 3 Punkte ist im Aufgabenfeld der Frauenministerin. Da von *links femistische emanzen* zu schwurbeln wertet das einzige, wo selbiges ministerium aktiv werden kann sinnlos ab.
- Keine regel ohne Ausnahme. das kann man abfangen.
meine Aussage: es gehören alle betroffenen seiten auf den tisch, und die realitäten der väter/mütter/kinder zusammenlebend, getrennt, geschieden, in neuen partenrschaften erhoben. daraus kann man eine gemeinsame sinnvolle reform basteln, die aber mehrere ministerien einschließen müßte.
was erklärt warum es nicht passieren wird
Nun und das ist das Problem der Republik, dass notwendige Maßnahmen aus parteipolitischen Erwägungen nicht angegangen werden.
Man kann auch als SPÖ Minister vorschläge machen, welche in andere Ministerien greifen und wenn der politische Feind (achja Koalitionspartner) das dann verhindert kann man ihn medial anzählen.
was wissen wir wer wen was vorschlägt/vorgeschlagen hat?
und das mit der övp war nur eine zusatzinfo, die eigentlich bedeutet, dass das vertreter eienr partei sind, die ganz klar das traditionelle rollenbild beibehalten wollen, und solche maßnahmen tendentiell nicht goutieren.
aber das ist nicht meine kernaussage: Warum werfen Sie der Frauenministerin etwas vor, das im familien/ wirtschaftsministerium beschlossen werden müsste?
Das sie es nicht als Konzept anspricht. Man kann den schwarzen Peter sehr gut dem politischen Feind zu schieben.
In dem man Dinge vorschlägt die in die feindlichen Ministerien gehören und wenn diese es dann nicht ansprechen, dann kann man es wahltaktisch gegen die Minister und ihrer Parteien nutzen.
Also Sie definieren die Maßnahmen, die Sie als sinnvoller erachten, und bestimmen, inwiefern Sie wissen müssen, welche Maßnahmen von wem wem vorgeschlagen werden. und wenn Sie davon nichts wissen, ist das das Versagen der Frauenministerin.
Und dabei dachte ich,wir Frauen seien für den Glauben an überirdisches empfänglich..
befördert werden usw. ach ja und mit 1.600 € als Elterngeld kann ich meine Kompanie auch gegen den Windeltisch tauschen.
Nur wo geht dies im Zivilen und auch bei der Bundeswehr wird man belächelt. Doch was soll es als Berufssoldat läuft alles weiter und da kann man es sich leisten.
Sorry geht's da um die Wirtschaftskrise, den Papamonat, die Väterkarenz, oder gar um Bildungschancen für die Kinder? Bis auf die Polemik bleibt da leider keine Message übrig ...
Gut ist übrigens: "ehememalige Angestellte in Babypause". Genau das wollen wohl viele Angestellte verhindern. Von den Selbständigen mal ganz zu schweigen.
Gerade beim Papamonat nach der Geburt braucht es nicht viel Diskussion, und wenn dann vor allem mit der Wirtschaft und den Betrieben.
Sehr viele Väter (leider gibt es dazu keine umfassenden Statistiken!) bleiben mit Urlaubs und Pflegetagen nach der Geburt zu Hause. Die werden sich sicher nicht beschweren, wenn sie den Urlaub sparen dürfen. Und alle anderen 'müssen' ja eh nicht.
Und Karenz ist ein anderes Thema!
Nur warum gibts das bei den Beamten und nicht in der Privatwirtschaft .. :
"Also warum gibt es in der Privatwirtschaft noch keinen Papamonat? - Weil dann der Arbeitgeber einen Mitarbeiter 1 Monat lang zahlen muss ohne eine Gegenleistung zu bekommen und die haben was dagegen.
Warum gibt es das aber fuer Beamten? - Weil der Arbeitgeber im Endeffekt die Steuerzahler sind - und die braucht man ja nicht fragen wenns um das Wohl von Staatsbediensteten geht.
Ich bin Papa und auch fuer einen Papamonat, aber wenn dann fuer alle und nicht die eigenen Reihen bevorzugen auf unsere Kosten..." (Zitat: WhyAlwaysMe)
Wie verblödet muss man sein, um zu der Überzeugung zu gelangen, dass, wenn sich ein Vater einen (!) Monat um seinen Nachwuchs kümmert, diese den "bestmögliche Bildungschancen zu ermöglichen und ihnen gleichzeitig zu erlauben, eigenständig und kritisch zu denken, um innovativer zu sein, kreativer und vielleicht weitsichtiger als wir."
..kann ich auch noch einen Gedankengang bzgl. Papa-Karenz anbringen
Was ist mit den vielen Muettern die einfach nichts von der (fuer sie) wertvollen Karenzzeit hergeben moechten, obwohl der Mann den Wunsch hegt zumindest fuer nur 6 Monate in Karenz zu gehen?
Nicht alle Frauen empfinden Karenz als unterbezahlte Profession, sondern viele geniessen auch die Zeit und wollen davon keinen Tag hergeben. Auch wenn der Mann ebenfalls gerne diese Zeit haben moechte steht es oft nicht zur diskussion. Und wenn die Mutter nicht bereit dazu ist, dann wird das Kind auch keine freude haben die zeit ohne der mutter zu verbringen (also hat im endeffekt hat ganz egal was ist immer noch die mutter das letzte wort)
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