Cholera in der Dominikanischen Republik

Reisemediziner warnen vor Zunahme der Durchfallerkrankung als Folge des Hurrikans "Sandy" - Durchschnittstourist nicht besonders gefährdet

Santo Domingo (APA/dpa) - Nach einer Zunahme der Cholera-Erkrankungen in der Dominikanischen Republik hat das deutsche Centrum für Reisemedizin (CRM) Touristen zu Vorsicht bei Reisen in das Karibikland gemahnt. "Der durchschnittliche Tourist in seinem Hotel ist aber nicht besonders gefährdet", sagte Thomas Jelinek, wissenschaftlicher Leiter der CRM. Bei Fahrten durch das Land sollten allerdings Hygienemaßnahmen beachtet werden. In einzelnen Fällen habe es auch in Hotels Cholerafälle gegeben.

Anfang November hatte die Zahl der Cholera-Erkrankungen in der Dominikanischen Republik als Folge des Hurrikans "Sandy" zugenommen. In seinem jüngsten Bericht teilte das Gesundheitsministerium in Santo Domingo mit, die Seuche sei schon wieder auf dem Rückzug. Nach Angaben der Zeitung "El Caribe" waren in der Provinz Espaillat 467 Menschen erkrankt. Dort war wegen der starken Regenfälle der verschmutzten Fluss Moca über die Ufer getreten. Die Cholera war vor zwei Jahren in der Nachbarrepublik Haiti ausgebrochen. Dort erkrankten über 600.000 Menschen, mehr als 7.600 starben. (APA, 22.11.2012)

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