Kapsch rutscht ins Minus

Der Wiener Mautsystemanbieters litt im ersten Halbjahr an Verschiebungen bei der Umsetzung von großen Projekten zum Beispiel in Südafrika

Wien - Der Wiener Mautsystemanbieters Kapsch TrafficCom hat im ersten Halbjahr 2012/13 an Verschiebungen bei der Umsetzung von großen Projekten etwa in Südafrika gelitten und einen Nettoverlust von 7 Mio. Euro verbuchen müssen (22,4 Mio. Euro Gewinn vor einem Jahr). Der Umsatz der Gruppe lag mit 203,4 (278,8) Mio. Euro um 27,1 Prozent unter dem Vergleichswert des Vorjahres, geht aus der Pflichtmitteillung Donnerstagfrüh hervor.

"Bei den Projekten in Südafrika und in Polen wurden noch nicht die erwarteten Betriebsumsätze erzielt, und auch der Verkauf von On-Board Units (Geräte für die elektronische Lkw-Maut, Anm.) verzeichnete erst im zweiten Quartal den erwarteten Anstieg."

Man habe aber im Berichtszeitraum aber bedeutende Neuaufträge in den USA gewonnen, betonte das Unternehmen. Diese neuen Projekte würden sich im zweiten Halbjahr positiv widerspiegeln.

Ein Großprojekt in Weißrussland sei im September planmäßig angelaufen und "die kommenden Monate werden darüber hinaus von den weiteren Entwicklungen in Südafrika geprägt sein". Einen detaillierteren Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr gab das Wiener Unternehmen vorerst nicht. (APA, 22.11.2012)

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