Urteil wirft Meinl Bank "Marktmanipulation" vor

21. November 2012, 19:29
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Die Meinl Bank ist in einem Anlegerverfahren laut "Kurier" verurteilt worden. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, die Bank will berufen

Wien - Die Meinl Bank ist vom Wiener Handelsgericht in einem Anlegerverfahren nicht rechtskräftig zur Zahlung von 30.000 Euro verurteilt worden. In der Begründung wird der Meinl Bank Marktmanipulation beim Handel mit MEL-Zertifikaten vorgeworfen, berichtet der "Kurier". Die Bank weist die Vorwürfe zurück und will gegen das Urteil berufen.

Meinlbank kontert

Erstmals sei einem Meinl European Land-Anleger Schadenersatz wegen Kursmanipulation durch die Zertifikatsrückkäufe zugesprochen worden, so der Anwalt des Prozessfinanzierers AdvoFin, Ulrich Salburg, zur Zeitung. AdvoFin vertrete 6.090 MEL-Kläger mit einem mutmaßlichen Schaden in Höhe von 220,5 Millionen Euro.

Die Meinl Bank kontert gegenüber der APA, es habe sich um einen typischen "Aktienkauf auf Probe" gehandelt. Der Kläger habe zunächst mit Gewinn verkauft und dann noch einmal über einen unabhängigen Broker gekauft. Als die Kurse nicht stiegen, habe er geklagt. "Wenn das Schule macht, kann die Börse zusperren", so Bankchef Peter Weinzierl. Die Bank werde berufen, weil mit dem Urteil gegen vom Obersten Gerichtshof (OGH) aufgestellte Kriterien zur Abgrenzung zwischen Sparbuch-Sparern und erfahrenen Anlegern entschieden worden sei. (APA, 21.11.2012)

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