Wiener Psychologinnen gehen dem antisozialen Verhalten auf den Grund

21. November 2012, 23:00
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Zusammenhang mit grundlegenden visuellen Verarbeitungsprozessen hergestellt

Wien - Bei Straftätern sind antisoziale Persönlichkeitseigenschaften besonders häufig zu finden. Aber auch unbescholtene Bürger lägen mitunter entsprechende Verhaltensweisen an den Tag, sagt Daniela Pfabigan, Psychologin an der Uni Wien. Gemeinsam mit zwei Kolleginnen ging sie der Frage nach, wodurch diese Verhaltensweisen hervorgerufen und bewahrt werden.

Das Forscherteam untersuchte dafür grundlegende visuelle Verarbeitungsprozesse, wie etwa die Fähigkeit, aus bestimmten Gesichtsausdrücken Emotionen ableiten zu können. Dabei zeigte sich, dass antisoziale Personen einen ängstlichen Gesichtsausdruck schwerer erkennen als andere, wie die Psychologinnen im Fachblatt "PLoS One" schreiben.

Die Gründe für diese Emotionserkennungsdefizite: Zum einen Probleme bei grundlegenden "visuellen" Verarbeitungsprozessen, zum anderen Schwierigkeiten bei höheren kognitiven Funktionen wie Aufmerksamkeit. (tasch/DER STANDARD, 22. 11. 2012)

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