Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Künstlerischer Blick auf die Oberfläche des aus Methaneis bestehenden Zwergplaneten Makemake.
Makemake ist zum einen der Name einer Schöpfergottheit der Osterinsel-Kultur. Zum anderen heißt ein sehr ferner Zwergplanet so, der zu den größeren Objekten im sogenannten Kuipergürtel am äußersten Rande unseres Sonnensystems zählt und sich in einer Entfernung von zwischen 5, 7 und 7,9 Milliarden Kilometer um die Sonne dreht.
Nun hat der spanische Astrophysiker José Luis Ortíz Moreno gemeinsam mit Kollegen eine erstaunliche Entdeckung gemacht: Wie die Forscher im Fachblatt "Nature" schreiben, hat Makemake weder eine Atmosphäre wie der "nahe" gelegene Pluto, noch keine, wie der Zwergplanet Eris. Vielmehr dürfte der Janus-gesichtige Makemake eine solche nur in den "wärmeren" Zonen seiner Oberfläche haben, wo eine Temperatur Minus 223 Grad Celsius herrsche. Auf der hellen Seite hingegen sei die Temperatur mit Minus 237 Grad Celsius dafür zu niedrig.
Diese Entdeckung wurde möglich, als Makemake am 23. April 2011 während einer sogenannten Sternbedeckung von einem fernen Stern beleuchtet wurde. Makemake ist, wie sich herausstellte, mit einem Durchmesser zwischen 1.430 und 1.500 Kilometern auch beinahe kugelförmig und besteht primär aus Methaneis.
Frappantester Unterschied Makemakes ist jedoch seine hohe Rückstrahlung von Sonnenlicht: "Er reflektiert etwa 77 Prozent des Lichts, das auf ihn trifft. Bei den meisten anderen Objekten ähnlicher Art erreicht jener Wert nicht einmal die Zehn-Prozent-Marke", sagt Ortíz, der bereits 2005 mit der Entdeckung des Zwergplaneten Haumea für Aufsehen sorgte.
Makemake ist aber auch noch aus einem andere Grund interessant, so Ortìz: "Eine große Menge an Objekten aus dem Kuipergürtel ist auf die Erde gefallen, unmittelbar nachdem die Erde entstanden ist. Sie brachten Wasser auf unseren blauen Planeten. Mit ihm erreichte wahrscheinlich auch organisches Material die Erde, was das Leben erst ermöglichte." (Jan Marot aus Granada/DER STANDARD, 22. 11. 2012)
Am Rande unseres Sonnensystems finden sich die Antworten auf elementare Fragen, ist José Luis Ortíz Moreno vom Andalusischen Astrophysischen Institut überzeugt - er erklärt, wie es auf dem 5,7 Milliarden Kilometer entfernten Zwergplaneten Makemake aussieht
Diese Satz halte ich für Unsinn:
"Diese Entdeckung wurde möglich, als Makemake am 23. April 2011 während einer sogenannten Sternbedeckung von einem fernen Stern beleuchtet wurde."
Ein ferner Stern beleuchtet bei uns (in unserm Sonnensystem) gar nichts.
Vlt. ist hier durchleuchtet gemien, nämlich eine Atmosphäre auf einer Seite und auf der anderen keine.
Dort wo es wärmer ist, verdampft mehr Methan und es entsteht lokal eine "Atmosphäre". Ist die Sonneneinstrahlung wieder weg, wird es Methan schneien und aus ist es mit der Atmosphäre. 0,0 µbar! Man könnte ja auch argumentieren, dass die großen Gasplaneten ausschließlich aus Atmosphäre bestehen. :)
Es ist noch nicht geklärt, ob unsere "Gasplaneten" eventuell einen festen Kern haben. Wenn dem so wäre, könnte man schon von einer Atmosphäre sprechen.
Aber das ist vielleicht Haarspalterei.
Manchmal legt sich eine Gasschicht auf Teile von Makemake, manchmal nicht. Ich würde sagen hier von Atmosphäre zu sprechen ist expressis verbis unrichtig.
Bei der Verdeckung des Sternes hinter Makemake verschwand dieser schlagartig und tauchte genauso schlagartig wieder auf. Dadurch ist klar das MakeMake eigentlich so gut wie keine Atmosphäre haben kann. Maximal eine nur sehr dünne Atmosphäre im Bereich von 4 bis 12 Nanobar. Das ist quasi nix. Nur zum Vergleich: auf der Erde herrschen 1 Bar. In möglichen Stickstoff- oder Methansenken kann der Druck auf MakeMake durchaus höher sein und hier spielt die "Wärme" auch sicher eine Rolle. Aber letztlich sind das alles nur Vermutungen.
ja, und für die badewannen-fetischisten umgerechnet könnte man sagen, dass es auf der nachtseite ungefähr so wie im kurbad oberlaa riecht, es aber a _wengl_ kälter ist. und auf der sonnenseite ist der geruch zwar besser, dafür ist es aber noch kälter.
mit anderen worten, das wäre der perfekte planet für eine wien-kolonie. wurscht wo man ist, man hat einen grund zum sudern ;)
es geht nicht um helle=von der sonne beleuchtete seite und dunkle=abgewandte seite, sondern wärmere und kältere areale: "a new set of observations made by the space-borne European Herschel telescope, which launched in 2009, is showing Makemake’s surface to be a puzzling arrangement of hot and cold spots."
http://blogs.scientificamerican.com/observati... e-by-side/
“There must be darker terrains to explain this [Spitzer] point and brighter terrains, higher-albedo ones, to explain this [Herschel data] here,”
Unter der Annahme eines homogenen Gebildes, müsste die helle Seite dadurch, dass sie bestrahlt wird, mehr Energie erhalten als die dunkle Seite. Es wäre wohl etwas vermessen anzunehmen, dass der gleiche Stoff auf der dunklen Seite die Energie aufnimmt, auf der hellen Seite aber vollständig abstrahlt...
:)
Mit "hell" und "dunkel" sind hier nicht die "Tag-" und "Nachtseite" gemeint, sondern Gebiete mit unterschiedlicher Albedo (Rückstrahlvermögen)
Ein 'irdisches' Beispiel (auch bei uns oft zu finden):
Dunkle Steine oder Staubablagerungen auf einem Gletscher sind oft in mehr oder weniger großen Vertiefungen zu finden, weil das dunkle Material sich stärker aufwärmrt und das Eis rundherum schmilzt ("Kryokonitlöcher")
Hier ein Beispiel vom Gornergletscher in der Schweiz:
http://www.swisseduc.ch/glaciers/... html?id=11
Was bedeutet dunkel?
Was bedeutet hell?
Wie kommt die "Farbe" schwarz zustande?
Wie kommt die "Farbe" weiß zustande?
Schon mal was von Reflexion und Absorption von Strahlung gehört? Wo kommen die Farben her (subtraktive Frabmischung)?
Ein dunkler Körper absorbiert "fast" alle Strahlung, er reflektiert kaum eine (Definition "Schwarzer Körper" -> siehe Physik, Wikipedia, etc.), daher erscheint er dunkel.
Leg im Sonnenlicht ein dunkles Tuch und ein helles Tuch aus, welches wird wärmer sein?
Warum wohl zieht man im Sommer helle Kleidung an?
Nicht genügend, setzen, oder zurück in die Unterstufe!
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.