Weitere Interessenten an Telecom Italia

21. November 2012, 18:04
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Der ägyptische Unternehmer Naguib Sawiris will bis zu vier Milliarden Euro investieren, auch der italienische Infrastrukturfonds A2i flirtet mit

Nicht nur der ägyptische Unternehmer Naguib Sawiris interessiert sich für eine Beteiligung an Telecom Italia (TI) und will bis zu vier Milliarden Euro investieren. Auch der italienische Infrastrukturfonds A2i flirtet mit TI und zeigt sich bereit, bei einer möglichen Kapitalerhöhung der Beteiligungsholding Telco mitzumachen. Inzwischen werden bei Mediobanca und Generali, weiteren Großaktionären von Telco-Telecom Italia Diskussionen geführt, inwieweit eine Kapitaloperation zu unterschreiben oder aber das Feld anderen überlassen werden soll. Der spanische Großaktionär Telefonicá hat sich bereits gegen die Beteiligung Sawiris ausgesprochen.

Die für 6. Dezember anberaumte Boardsitzung soll nicht nur über die Kapitalerhöhung und den Einstieg neuer Aktionäre, sondern auch über den Verkauf des Netzes und ein mögliches Gebot für den brasilianischen Mobilfunkanbieter GVT entscheiden. Der Mobilfunkbetreiber konkurriert mit der in Brasilien marktführenden TI-Tochter TIM do Brasil. Das Südamerikageschäft ist einziger Wachstumsmotor der TI.

Auch gibt TI die Hoffnung auf eine lukrative Abspaltung des eigenen Festnetzes nicht auf. Das Management prüft nach wie vor, wie mit dem Netz verfahren werden könnte. TI hat als zweite große europäische Telekommunikationsgesellschaft nach BT Group einen Spin-off ihres Festnetzes ins Auge gefasst, um mit dem Schuldenabbau von 30 Mrd. Euro voranzukommen. Der Wert des Netzes wird auf 15 Mrd. Euro geschätzt. (Thesy Kness-Bastaroli, DER STANDARD, 22.11.2012)

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