Neues Programm überwacht die Welt von Eis und Schnee

WMO richtet die "Global Cryosphere Watch" ein

Wien - Das Eis der Erde, wie Gletscher, Permafrost, Meereis sowie Eis von Arktis und Antarktis, spielt eine zentrale Rolle bei der Erforschung der Auswirkungen des Klimawandels. Die Weltorganisation für Meteorologie und Geodynamik (WMO) hat deshalb mit "Global Cryosphere Watch" ein neues Programm gegründet, um die irdische Kryosphäre zu erforschen.

Trotz intensiver Forschungen sind nach Angaben der Wissenschafter wichtige Prozesse rund um die Kryosphäre noch immer unklar. Im Rahmen des Programms "Global Cryosphere Watch" sollen daher weltweit einheitliche Messdaten für Eis und Schnee erhoben werden, um das Verhalten von Eis und seine Wechselwirkungen mit anderen Bereichen wie Ökologie und Hydrologie noch besser erforschen zu können. Zudem sollen unterschiedliche Sensorensysteme getestet und weniger entwickelte Länder beim Aufbau von Messnetzen unterstützt werden.

Netz von Messstationen

"Der erste wichtige Schritt ist, in allen relevanten Eisregionen der Welt Messstationen zu haben, die hochwertige Daten zu Schnee und Eis erheben und nach einheitlichen Kriterien sofort in die zentralen Datenbanken einspielen", erklärte Wolfgang Schöner, Klimaforscher der ZAMG. Das in 3.100 Meter Seehöhe gelegene Observatorium am Sonnblick, seit Jahrzehnten ein internationales Zentrum für die Erforschung von Wetter, Klima, Eis und Schnee, habe gute Chancen, Teil dieses weltweiten Eis-Messnetzes zu werden.

An der Arbeitsgruppe sind alle führenden Länder der Kryosphärenforschung beteiligt, wie China, Japan, USA, Kanada, Frankreich, Deutschland, Schweiz, Norwegen, Island, Dänemark, Russland und Österreich. Zudem sind Institutionen wie das "World Glacier Monitoring Service" und die "International Association of Croyspheric Sciences" vertreten.  (APA/red, derStandard.at, 24. 11. 2012)


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WMO

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