Der Fußabdruck des Menschen auf der Erde

24. November 2012, 17:57
  • Wohnraumbeschaffung im 21. Jahrhundert: Im Emirat Katar entstehen auf künstlich aufgeschütteten Inseln neue Luxusimmobilien.
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    foto: apa/eovision/geoeye

    Wohnraumbeschaffung im 21. Jahrhundert: Im Emirat Katar entstehen auf künstlich aufgeschütteten Inseln neue Luxusimmobilien.

Salzburger Haus der Natur zeigt anhand von Fotos, wie wir unseren Planeten verändern

Salzburg - Im Salzburger Haus der Natur läuft derzeit eine Sonderschau, die sich völlig ohne mahnenden Zeigefinger dem Thema Ökologischer Fußabdruck widmet. Auf 49 hochauflösenden Satellitenbildern wird gezeigt, wie der Mensch seinen Planeten nachhaltig verändert hat und dies auch weiterhin tut. Die bis September 2013 laufende Schau soll später als Wanderausstellung im In- und Ausland gezeigt werden, kündigte Museums-Direktor Norbert Winding an.

In sieben Themenkreisen werden bekannte Aufnahmen von Städten - etwa ein Luftbild New Yorks - genauso gezeigt wie Fotos von sehr entlegenen Gegenden, von denen es nur wenige Satellitenbilder gibt - etwa Oasen. Zu sehen ist auch die größte Diamantenmine der Welt bei Orapa in Botswana, bei der im Tagbau ein alter Vulkanschlot 200 Meter in die Tiefe ausgehöhlt worden ist. Eine andere Aufnahme zeigt einen Regenwald in Asien, der zum Teil schon für den Anbau von Ölpalmen abgeholzt wurde, die zur Erzeugung von Bio-Treibstoff genutzt werden. Im Themenkreis Verkehr wiederum findet sich ein Satellitenbild, auf dem zugefrorene Flüsse als temporäre Straßen zu erkennen sind.

Jeder mache sich selbst ein Bild

"Es sind ästhetische Bilder, die aber betroffen machen", so Winding. Ähnlich sieht es Paul Schreilechner, dessen Firma "eoVision" das Bild-Material für die Schau aufbereitet hat: "Wir wollten zum Nachdenken anregen und weniger kritisieren. Jeder soll sich selbst ein Bild machen und fragen, wo mache ich mit und wo nicht." Entstanden ist die Ausstellung auf Grundlage des Buchs "Human Footprint", in dem sein Unternehmen rund 150 Satellitenbilder zusammengestellt hat. Inzwischen ist auch schon der Nachfolge-Band "Untouched Nature" erschienen. Ob auch daraus eine Wanderausstellung wird, ist noch offen.

Die Satellitenbilder sind aus einer Höhe von 500 bis 600 Kilometer entstanden und haben eine Auflösung von rund 50 Zentimeter je Bildpunkt. Inzwischen gäbe es zwar die Möglichkeit für eine noch bessere Auflösung, doch dies sei von den USA aus militärischen Gründen untersagt worden. Und da die Vereinigten Staaten von Amerika das einzige Land seien, das über derart genaue Geräte verfügt, gebe es tatsächlich keine besseren Bilder auf dem Markt der Satellitenaufnahmen. (APA/red, derStandard.at, 24. 11. 2012)


"Human Footprint - Menschliches Handeln im Satellitenbild", eine Sonderschau von eoVision und Haus der Natur von 22. November 2012 bis September 2013: Im Haus der Natur, Museumsplatz 5, 5020 Salzburg

NASA, Google & Co schauts oba

Auch in der Provinz eines kleinen schnitzelförmigen Alpenlandes könnens aus Satellitenbildern was machen!
Die Ausstellung, die Bildbände von eoVision und der kleinformatige Ausstellungskatalog sind einen Besuch und jeden Cent wert!

Atlantis

war vielleicht dann auch ein "Artificial Island", das nach Ablauf der Garantie wieder unterging ...

während die einen sich schon überlegen, wie sie dem steigenden meeresspiegel entkommen können, schütten die anderen künstliche inseln auf. letzteres klingt ein bisschen sinnlos ;)

" letzteres klingt ein bisschen sinnlos"

Oder ersteres findet nicht statt, jedenfalls nicht im bemerkbaren Bereich. Und das ist die Wirklichkeit.

Das passiert, wenn man nicht weiss wohin mit dem Geld. Aber zumindest vor Dubai ist die Blase mit den künstlichen Inseln längst geplatzt. Allein schon, weil sich zwischen den engen Armen der palmenförmigen inseln keine Strömungen etablieren konnten und statt klarem Wasser leuchtend grüne Algenfarmen entstanden...

land reclamation

ist was ganz Alltägliches überall auf der Welt. Die Malediven z.B. erfinden sich grad neu.
Das ist höchst simpel und funktioniert, freilich können Strömungen anders als gedacht ausfallen.

Mir sind keine besonderen Probleme der Palms selber bekannt, allerdings beeinflussen die Inseln durch Strömungsumleitung die Beschaffenheit der Küste gegenüber.

Aha, habe Sie da Details? Konnte ich vor einem Jahr zumindest auf "der Palme" nicht verifizieren...

Nicht nur das!

Sie beginnen auch bereits wieder unterzugehen!

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