Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Der polnische Inlandsgeheimdienst ABW ist nach Informationen der Zeitung "Gazeta Wyborcza" über Internet-Einträge in Foren auf den Chemiker aufmerksam geworden, der ein Attentat auf das Parlament geplant haben soll. Demnach machte der Verdächtige Brunon K. durch fachmännische Kommentare zu einem Bombenleger auf sich aufmerksam, der vergangenes Jahr im Sommer Krakau terrorisierte und dabei wahllos Menschen verletzte. Auch eine antisemitische Gesinnung und Hass auf die Regierung sollen aus den Internet-Einträgen des Chemikers hervorgehen.
"Man kann eine Bombe aus Ammoniaksalpeter und Heizöl herstellen wie der Typ in Oklahoma City, aber es geht auch einfacher", schrieb der nun Verhaftete damals in einem Forum und gab Anleitungen für eine simplere Herstellungsweise zuhause. Noch einen Monat vor seiner Festnahme tauschte er sich in einem anderen Forum über Zünder aus: "Ich habe viele Baupläne für Zünder, bin aber an weiteren interessiert", schrieb er einem anderen Mitglied der Internet-Gemeinschaft.
Die politischen Ansichten des Mitarbeiters der Landwirtschafts-Universität in Krakau radikalisierten sich in den vergangenen Jahren, wie aus seinen Internet-Einträgen hervorgeht. Während er die Regierung zunächst für die Privatisierung von Staatsvermögen und ihre Unterzeichnung des ACTA-Abkommens gegen Internet-Piraterie kritisierte, forderte er im heurigen Sommer schon dazu auf, "sich gegen diese Tyrannei zu organisieren". Es sei "Zeit für Taten", so der Mann. Besonders übel nahm er der Regierung, dass es ihm durch ein Gesetz verboten wurde, vor Studenten Vorträge über Sprengstoff zu halten.
Neben der Regierung wetterte der Chemiker laut "Gazeta Wyborcza" vor allem über Juden. Sie stünden hinter dem Anschlag auf das World Trade Center in New York 2001, hätten sich "nie mit nützlicher Arbeit abgegeben, sondern immer nur Geschäftchen und Wucher getrieben".
Trotz der Spur, die der Sprengstoffexperte so hinterlassen habe, sei die Arbeit des ABW zu loben, erklärte der Sicherheitsexperte Piotr Niemczyk gegenüber Journalisten. "Man muss unterscheiden, ob man es mit einem Pyromanen oder mit einer ernsten Gefahr zu tun hat", sagte er. Es zeuge von der Professionalität des Geheimdienstes, dass ihm dies gelungen sei.
Der ABW macht offiziell keine Angaben darüber, wie er konkret auf die Spur von Brunon K. kam. Die Behörde teilte lediglich mit, dies sei im Zusammenhang mit den Attentaten von Anders Behring Breivik in Norwegen im vergangenen Jahr geschehen. Die Zeitung "Dziennik" berichtete, der Geheimdienst könnte auch dadurch auf den Chemiker aufmerksam geworden sein, dass dieser mutmaßlich Kunde beim gleichen polnischen Internet-Versandhandel für Chemieartikel wie Breivik war.
Trotz des allgemeinen Lobes für den ABW forderte Ministerpräsident Donald Tusk eine Geheimdienstreform. Die Behörde müsse "in Richtung eines Informationsdienstes" umgebaut werden. Derzeit habe sie zu viele polizeiliche Aufgaben. Beim Vereiteln der Attentatspläne habe der ABW seine Rolle als Geheimdienst, die nun gestärkt werden solle, erfüllt, so Tusk. Er erinnerte daran, dass dies in anderen Fällen nicht gelungen sei, so bei dem mutmaßlich betrügerischen Finanzdienstleister Amber Gold. "Hier hätte ich vorgreifende, analytische Informationen erwartet", sagte Tusk.
Vertreter des ABW und der Staatsanwaltschaft hatten die Pressekonferenzen zu den Attentatsvorbereitungen dazu genützt, um gegen Tusks Pläne zu argumentieren. "Ich glaube, dass die Beamten dieselben Befugnisse haben sollten, die sie heute haben", erklärte Artur Wrona, Staatsanwalt am Krakauer Berufungsgericht. Der Nachrichtendienst des ABW und seine Ermittler hätten angesichts des drohenden Attentats "vorbildlich zusammengearbeitet", so Wrona.(APA, 21.11. 2012)
Abbuchungen erfolgten von falscher Karte, Problem bei zwei Handelsketten entdeckt
Nachträglich keine missbräuchliche Verwendung der Daten festgestellt
Die Plattform interpretiert die Videos des 23-Jährigen als Coverversionen
Autoren sprechen von "ironischer Darstellung"
Netzaktivist in Spanien festgenommen - Soll für DDoS-Attacke auf Spamhaus verantwortlich sein
Angebliche Drehbuch-Abschrift von US-Dokumentation veröffentlicht
Seite tauchte auf Zensurliste auf - Behörden sprachen von "menschlichem Fehler"
Deutsche Bundesregierung bezog Stellung zum im März vorgelegten "Tallinn Manual"
Ziel: Verbesserung der Personenartikel
Strongbox soll es ermöglichen, anonym und sicher Informationen einzureichen
Deutscher Unternehmer wirft Twitter und Co. unrechtmäßige Patentnutzung vor
Im Chat verschickte https-URLs bekommen unangemeldeten Besuch von Microsoft
Umsetzung der nationalen Cyber-Security-Strategie
Die von Google vorgeschlagenen Suchwort-Ergänzungen können im Einzelfall rechtswidrig sein
Internetkommunikation soll bei Bedarf einfach "mitgeschnitten" werden können
Baupläne waren innerhalb von 48 Stunden über 100.000 Mal heruntergeladen worden
Deutscher BGH entschied, dass Autocomplete-Begriffe im Einzelfall gelöscht werden müssen
Entwickler wählten Mega zur Verbreitung, u.a. weil sie mit Gründer Dotcom sympathisieren - Update: Vorlagen entfernt
Smartphone-App informiert, welche Unternehmen und Interessensgruppen hinter einem Produkt stehen
Internetbanking betroffen - Bankchef Cernko: "Das war ein krimineller Akt, wir verfolgen das mit aller Härte"
Seit 2007 trainiert die Gruppe Computernetzwerk-Operationen in der Eifel für den Cyber-Krieg
Netzwerk schließt solche Dienste auch dann aus, wenn sie im Land der NutzerInnen legal sind
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.