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Mit einem Video werden Afrikaner aufgerufen, Heizkörper nach Norwegen zu schicken. Ein Rapper namens Breezy V erklärt den Hintergrund von der vermeintlichen Spendenaktion Radi-aid: "Auch Erfrierungen töten." Der knapp vierminütige Clip stammt von der norwegischen Organisation SAIH, deren Mitglieder sich politisch engagieren. In einem Interview mit Spiegel Online erklärt Schreiner Evans, der Macher des Films, was es damit auf sich hat: Norwegen sei ein kaltes Land. Aber die Menschen hier wären frustriert, wenn dies das einzige wäre, was man über ihr Land weiß.
Ganz Afrika werde hingegen von vielen Menschen spontan mit hungernden Kindern, unterdrückten Frauen und waffennärrischen Männern assoziiert. Genau auf dieses Bild setzen - vor allem in der Vorweihnachtszeit - Hilfsorganisationen, um Spendengelder zu lukrieren. Das sei aber nur ein Teil der Geschichte einiger armer Länder in Afrika, sagt Evans: Jeder dritte Afrikaner gehöre der Mittelschicht an. Die Medien würden zudem das negative Image verstärken.
Im Video wird mit dem gängigen Vokabular gespielt, das Menschen in westlichen Ländern transportiert wird. "Wir müssen Wärme, Licht und Lächeln in Norwegen verbreiten", fordert Breezy V. Als humoristischer Höhepunkt wird ein Lied angestimmt, in bester Band Aid-Manier. "Die norwegischen Kinder frieren, wir müssen handeln. Es gebe genug Wärme für Norwegen, wenn die Afrikaner teilen würden", heißt es da zum Beispiel.
Ziel ist es, die Art, wie über Afrika informiert wird, zu verändern. Dazu haben die Verantwortlichen den Weg des Humors gewählt. Evans betont, dass sie die Menschen sehr wohl bestärken wollen, für Notleidende zu spenden. Gleichzeitig sei es wichtig zu realisieren, dass Afrika viel mehr als Not und Elend ausmacht.
Eines hat das Video erreicht: Es wird auf der Video-Plattform youtube angeregt diskutiert. Ein User schlägt zum Beispiel vor, dass die Afrikaner Fahrräder in die USA schicken sollten. Das könnte gegen die Volkskrankheit Nummer Eins helfen: Fettleibigkeit. (Julia Schilly, derStandard.at, 21.11.2012)
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Es ist natürlich nicht Aufgabe eines Satirikers, alles zu lösen.
Aber: wie sollen NGOs Spenden sammeln, wenn nicht durch den Hinweis, wofür sie benötigt werden?
Also Not, Missstände, Bildungsdefizite usw.?
Was den Mittelstand betrifft, so mag der in manchen afrikanischen Ländern bereits relativ groß sein, in anderen ist er kaum vorhanden.
Wenn er aber vorhanden ist, was tut er?
In Europa ist es großteils der eigene Mittelstand, der, wenn der Staat auslässt, den Ärmsten der Bevölkerung hilft.
Ist das in den afrikanischen Staaten, in denen es einen Mittelstand gibt, auch so?
interessante aspekte, die sie aufwerfen.
trotzdem ist dieses video geradezu brillant.
der ngo-sektor ist leider keine ansammlung der altruistischten menschen des planeten. wenns ums abgreifen von spendengeldern geht, tummeln sich hier genug profis, bei denen diese profession zu reinem sebstzweck mutiert ist.
hier hat sich ein regelrechter indurstriezweig entwickelt, in dem wirklich engagierte kleinere ngos oft genug an den rand gedrängt werden.
wenn sie denken, das ist eine blosse behauptung von mir - da würd ich ihnen gerne recht geben, ich hab meine infos aber aus erster hand.
dieses video setzt ein starkes zeichen, differenzierter hinzusehen - darum ist dieses video so brillant.
Was die NGOs betrifft, so haben Sie leider Recht. Es tummeln sich einige herum, deren Absichten zumindest anzweifelbar sind.
Nur heißt das leider nicht, dass in Afrika "eh alles in Ordnung" ist.
Es heißt auch nicht, dass alle afrikanischen Ländern bereit und fähig sind, mit ihren Unzulänglichkeiten alleine fertig zu werden.
Wie überall, muss auch bei NGOs differenziert werden.
Wer spenden will, sollte sich genau ansehen, was jene Organisation macht, der er spendet.
Ob das, was sie tut, seinen Ideen entspricht, denn auch unter den anständigen gibt es große Unterschiede der Zielsetzung und der Effizienz.
my words, um mich kurz zu fassen.
ps: "Es heißt auch nicht, dass alle afrikanischen Ländern bereit und fähig sind, ..."
dieser, ihr satz bedeutet für mich zweierlei:
1) differenzieren verschieder länder in afrika - ist ja keine selbstverständlichkeit, von afrika wird schliesslich oft genug gesprohen, als wärs ein land mit allen dazugehörigen stereotypen.
2) der satz würde auf europa (über eu hinaus) auch zutreffen.
einzeln betrachten muss.
Dessen ungeachtet gibt es allerdings Probleme, die alle Länder, wenn auch nicht im gleichen Mass betreffen.
Dazu gehören:
Korruption auf allen Ebenen(nicht mein Thema)
mangelnde Bildung und Ausbildung
mangelnde Infrastruktur
mangelnde soziale Absicherung
Alle diese und noch mehr greifen natürlich ineinander.
Beispiel:
Solange das Lohnniveau für Ganztagsjobs nicht reicht, seine Kinder in die (meist schlechte) Schule zu schicken und eine Existenz aufzubauen, darf man sich nicht wundern, dass Korruption allgegenwärtig ist.
Jene ganz oben, die ja auch nicht anders agieren und keine Not mehr kennen, sind mit dem Verhalten allerdings aufgewachsen und nach oben gekommen - es ist kaum zu erwarten, dass sie sich ändern.
Genauer gesagt: Nebenerwerbsbauer.
; )
Aber nicht jeder Bauer oder Nebenerwerbsbauer ist als Mittelstand zu definieren.
Schon gar nicht, wenn sein "Hof" ausreichend Wald für eine Eigenjagd bietet...
Dass die ÖVP aber nach diesen Leuten ihr Konzept des Mittelstandes misst, ist schlichtweg unwahr.
Auch wenn sie, oder besser einige ihrer Frontleute, Dreck am Stecken hat/haben.
ist er bereits gehobener Mittelstand.
Eine Mindestpensionistin, die auch im Falle einer Krankheit weder um ihr Dach über dem Kopf noch um ihre Existenz fürchten muss, hat immer noch mehr Existenz-Sicherheit als so mancher Mittelständische Bürger eines afrikanischen Landes.
Da ist alles relativ.
Wenn von einem afrikanischen Mittelstand die Rede ist, dann geht es meistens um Menschen, die sich Unterkunft, Essen, medizinische Versorgung (wenn diese nicht über eine bestimmte Grenze hinausgeht) und Ausbildung ihrer Kinder leisten können.
Zumindest, solange sie den Job haben, den sie haben - soziale Absicherung ist selten.
Das sind durchaus Menschen, die einen bescheidenen Beitrag zur Verbesserung der Chancen ihrer Landsleute beitragen könnten
das ist um häuser besser! http://derstandard.at/135320688... penden-auf
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