Nahrungsergänzungsmittel: Konsum oft am Bedarf vorbei

21. November 2012, 13:03
  • Die Ernährungsexpertin Marlies Gruber empfiehlt Nahrungsergänzungsmittel auf die tatsächlichen Bedürfnisse hin zu hinterfragen.
    foto: dpa/bernd thissen

    Die Ernährungsexpertin Marlies Gruber empfiehlt Nahrungsergänzungsmittel auf die tatsächlichen Bedürfnisse hin zu hinterfragen.

Viele Österreicher greifen regelmäßig zu Nahrungsergänzungsmitteln. Eine übermäßige Einnahme kann aber auch negative Auswirkungen haben

39 Prozent der österreichischen Erwachsenen (42 Prozent der Frauen und 36 Prozent der Männer) greifen regelmäßig zu Nahrungsergänzungsmitteln (NEM), berichtet das forum.ernährung heute.

Die häufigsten Gründe für die Einnahme von NEM sind körperliche Gesunderhaltung, Stärkung des Immunsystems und das Vorbeugen von Erkältungen. Daher erfährt der Absatz von Nahrungsergänzungsmitteln besonders im Herbst und Winter ein deutliches Hoch. Auf den ersten Plätzen rangieren Vitamin C und Kalzium, bei Frauen zusätzlich Magnesium, bei Männern Vitamin E.

"Mit Ausnahme von Kalzium werden häufig Mikronährstoffe supplementiert, mit denen die Österreicher ohnehin ausreichend versorgt sind", erläutert Mag. Marlies Gruber, wissenschaftliche Leiterin des forum.ernährung heute. Aus diesem Grund empfiehlt die Expertin Nahrungsergänzungsmittel auf die tatsächlichen Bedürfnisse hin zu hinterfragen.

Trugschluss: "Hilft's nicht, so schadet‘s nicht"

Eine übermäßige Einnahme von gewissen NEM kann auch mit negativen Auswirkungen verbunden sein. So zeigen aktuelle Auswertungen der EPIC-Studie, dass beispielsweise die Rolle von Kalziumsupplementen in der Osteoporose-Prävention neu zu beurteilen ist. Den Daten zufolge ist eine regelmäßige Aufnahme von Kalziumsupplementen mit einem höheren Herzinfarktrisiko assoziiert. Marlies Gruber rät daher zu einer ausreichenden Zufuhr über Lebensmittel.

Auch die Bewertung von supplementiertem Vitamin A (sowie dessen Vorstufe ß-Carotin) und E ist ernüchternd: Die beiden antioxidativen Vitamine zeigen in groß angelegten Studien keine positiven Effekte auf die Entwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. - Im Gegenteil: Es wird vermutet, dass eine hohe Supplementierung von Vitamin E (> 400 IU/d) mit einer verkürzten Lebensdauer verbunden sei. Zudem sei nach Meinung der Ernährungswissenschaftlerin eine zusätzliche Einnahme dieser antioxidativen Vitamine in den meisten Fällen auch nicht nötig.

Einseitige Ernährung kann mit NEM nicht ausgeglichen werden

Mit Vitamin D sind hingegen etwa 40 Prozent der Österreicher unterversorgt. Der Bedarf wird vorrangig über die körpereigene Produktion bei Sonnenexposition gedeckt. "Wer im Sommer zu wenig Sonne getankt und somit nur einen kleinen Vitamin-D-Vorrat für die Wintermonate angelegt hat, kann in der kalten Jahreszeit von Vitamin-D-Präparaten profitieren. Das betrifft vor allem oft ältere, wenig mobile Personen", so Marlies Gruber.

"In besonderen Lebensphasen wie bei Kinderwunsch, während der Schwangerschaft oder Stillzeit, im hohen Alter, bei Hochleistungssport oder bei vorliegenden Erkrankungen kann die temporäre Einnahme von Supplementen zweckbringend sein. Durch Nahrungsergänzungsmittel ist jedoch eine generell einseitige Ernährungsweise nie ausgleichbar", lautet das Fazit von Marlies Gruber. (red, derStandard.at, 21.11.2012).

Ernährungstipps vom forum.ernährung heute:

  • Idealerweise fünf Portionen Obst und Gemüse über den Tag verteilt essen
  • Über den ganzen Tag verteilt 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit trinken
  • Eine abwechslungsreiche Auswahl bietet dem Körper immunstimulierende Nährstoffe wie Vitamin A, C, E und B6: Eine Kiwi und eine Portion Brokkoli decken den täglichen Durchschnittsbedarf an Vitamin C
  • Lebensmittel aus tierischer Herkunft (beispielsweise Fisch, Leber, Milch, Butter und Käse) sind die besten Vitamin A-Lieferanten
  • ß-Carotin findet sich in Karotten, Spinat, Grünkohl
  • Vitamin B6 ist in höherer Konzentration in Fisch, Hühner- und Schweinefleisch, Linsen, grünen Bohnen, Bananen und Vollkornprodukten enthalten
  • Vitamin E findet sich in Weizenkeime, Pflanzenöle, Vollkorngetreide, Nüsse und Soja
  • Vitamin D enthalten vor allem Fettfische (zum Beispiel Hering), Leber, Eigelb und einige Speisepilze. Der Bedarf kann über die Ernährung allein nicht gedeckt werden. Daher gilt auch im Winter: Wenn möglich, Sonne tanken

Zum Thema:

"Keine Wirkung ohne Nebenwirkung"

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Ich kenne wirklich niemanden, der wirklich regelmässig 5 Portionen Obst oder Gemüse

über den Tag verteilt isst. Manche essen so gut kein Obst und sind trotzdem gesund.

Ich persönlich denke, dass abwechslungsreiche Hauptmahlzeiten (Fleisch, Fisch, vegetarisch) und dazu immer eine gute Portion Gemüsebeilage oder ein frischer Salat je nach Jahreszeit ausreichend sind.

Das ganze sollte idealerweise an die körperliche Belastung angepasst sein. Bei anstrengender Arbeit kann das Essen schon mal gehaltvoller sein, bei weniger körperlicher Belastung oder am Wochenende bzw. im Urlaub dementsprechend leichter.
So mache ich das jedenfalls und ich fühle mich gut dabei. Dazu kommt, wenn man nur selten z.B. ein Wiener Schnitzel isst, steigert es auch dessen Genuss. Man kann es sich auch als Belohnung für eigene Leistungen aufsparen.

genau...

...meine Meinung. Ich halte nichts von zu strenger Ernährungsvorschrift. Solange alles dabei ist und nichts zu sehr in die eine oder andere Richtung konsumiert wird, sehe ich keine Sorgen. Genauso wenig halte ich von Hardcore-Diäten wenn man abnehmen will. Hauptsache man reduziert das schlechte auf ein Minimum und die Sache hat sich.

Wegen den Fettfischen empfehle ich http://www.greenpeace.org/austria/d... -ratgeber/
kann man sich auch am Handy gut anschauen :)

Jedesmal, wenn ich was gesundes find, les ich nen Artikel, der mir sagt, dass das das ungesündeste überhaupt ist...

Wie hats da Niavarani schonmal gesagt: "Es beste is du stirbst, dann liegst in ganzen Tag am Friedhof in der frischen Luft.... Abnehmen tust auch noch schnell..."

...das Ironische daran: Eigentlich sollten wir SPÜREN, was uns gut tut...

Großteils wirkungslose Panikmache;

wenig Zucker, nicht zu viel Fett, viel Eiweiß, abends keine Kohlenhydrate, 1-2x die Woche leichtes Krafttraining, 2x die Woche Ausdersport, dawischen Rad fahren,spazierengehen, Stiegen zu Fuß hinauf etc.: sie sind gesund und bleiben schlank

Beinahe.
Wenig Zucker (aber viele hochwertige Kohlenhydrate aus Obst und Gemüse), wenig Fett, WENIG Eiweiß.

Ich hab meine High-Protein-Phase hinter mir - da bin ich alles andere als gesund geblieben. Kann ich jeden "Eiweißler" nur dringendst raten, auf die Harnsäure (und x andere Dinge) zu achten.

Übrigens: Ich treibe 5 Mal die Woche 2 Stunden Sport täglich (rechnet man meine Fahrrad-Fahrt in die Arbeit mit rein), und hab noch nie zu wenig Eiweiß zur Verfügung gehabt.
Und ich esse weder Fleisch noch Milchprodukte, nur sehr selten Eier.

Das mit dem Eiweiß ist eine große fette Lüge. Es gibt nur eines, was Muskeln aufbaut und erhält:
Die Benutzung der Muskeln. ;-)

Viel Eiweiß ist nicht das wahre, da kann unser Körper nicht sonderlich gut verdauen. So ca. 1.5g Protein pro kg fettfreie Körpermasse sollte man täglich essen, nicht viel mehr und nicht viel weniger. Bei hartem Training mehr. Stattdessen lieber mehr Fett zu sich nehmen.

Ernährungstipps vom forum.ernährung

Würde ja interessieren wieviel prozent dieser leute das wirklich befolgen.

ich für meinen teil erfülle eigentlich von den 8 punkten nur einen einzigen (vitamin b6) wirklich. alle anderen 7 eigentlich überhaupt nicht.

NEMs...warum nicht???

Biobauern dürfen den Tieren Hormone füttern von der EU aus, Obst und Gemüse darf mit Pestizieden behandelt werden, Konservierungsstoffe dürfen im Brot sein , Getreide wird begast. Ganz toll. Als Kinder haben wir die Mehlwürmer einfach rausgetan, kein Problem. Das ist Natur. Also, jedem sein eigener Garten, mit 5 Hühnern, je nach Familiengröße, und wenn es auf dem Dach sein muss. Mit Hühnersuppe könnte man sich die Grippeimpfung vielleicht ersparen, ein uraltes Hausmittel. Bei Schnupfen die Nase mit kaltem Wasser ausspülen, Kampfer (Hals), Preiselbeeren (Fieber), Schweinschmalz (Husten)...gegen viele Krankheiten ist ein Kraut gewachsen. Kamillentee, Salbei, Benediktenkraut, Mönchspfeffer...uvm. Probieren Sie's doch einfach mal aus.

Bandwürmer sind gar nicht so doof!

Und gegen Bandwürmer hilft: Viel Knoblauch.

Warum wohl die Lebenserwartung nicht ganz so hoch war, als es nur diese Dinge gab...

...schön wären 100 Jahre auf dem Buckel zu haben, oder??

Die Generationen haben sich neu erfunden,die Seuchen wurden ausgerottet,die Leute sind zivilisierter geworden und wenn man bedenkt, dass man vor Angst auch sterben kann,ist die Einkehr von Frieden in vielen Ländern sicher auch vorteilhaft um zu altern.Man sollte durchaus auch ein GLÜCKSGESETZ einführen weltweit,das Gesetz,dass jeder Recht auf Glück hat in seinem einzigartigen und einzigen Leben.Schließlich waren es die "Heiligen" und "Doktoren",die all' diese Kräuter getestet und für gut befunden haben.Viele Test's gingen daneben. Nicht zu vergessen,die Leute hatten viele Kriege und Traumen zu überwinden,Sklaverei und schlimmes Unrecht muss man erst ertragen. Medizin ist wichtig, schließlich besteht diese aus Kräuterauszügen u.a.

sie haben locker 300 jahre auf dem buckel, und als kind waren sie zuletzt beim arzt...

Lassen Sie das mal mit den Kräuterauszügen.

Ich ergänze das Backhendl mit Erbsenreis und Bier, zum Nachtisch dann noch ein Zirbenschnaps, ergänzend natürlich..

schoen zu lesen, dass sich jemand wirklich um seine gesundheit kuemmert. und nicht nur redet davon, sondern auch taten setzt. in diesem sinne: prost!

wer sich richtig ernährt,

sich viel bewegt und sich viel im freien aufhält (auch und besonders im winter!), der hat schon fast gewonnen. unter richtig ernährt verstehe ich: wenig zucker, viel rohes gemüse, viel rohes obst, vollkorngetreide, pflanzenkeime, pflanzliche öle und fette, ölsaaten, nüsse. dazu noch stressvermeidung und viel schlaf.

wer 1200 monate lang jeden tag 10 bier trinkt wird mindestens 100 jahre alt. SO schauts aus.

...ja, und die 100 Jahre schafft man dann garantiert in der Hälfte der Zeit...

echt? :-)
geht das auch z.b. mit kaffee? ich mag nämlich kein bier.

"viel rohes gemüse, ..." Das halte ich für ein Gerücht. Schreibt man Salat, dann ok, aber rohes Gemüse - NEIN!

salat ist da auch inkludiert.

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