Sechzig Kilometer lange Geisterfahrt mit bis zu 160 km/h auf der A2

21. November 2012, 12:20
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Lenker oder Lenkerin konnte nicht gestoppt werden - Unfall forderte zwei Verletzte

Neunkirchen/Mödling - Über etwa sechzig Kilometer ging am späten Dienstagabend eine Geisterfahrt auf der Südautobahn (A2) in Niederösterreich. Dabei kam es auch zu einem Unfall, berichtete die Landespolizeidirektion. Zwei junge Männer wurden verletzt. Versuche, den Wagen anzuhalten, der auf der Richtungsfahrbahn Graz nach Wien fuhr, schlugen fehl.

Am Dienstag liefen die Erhebungen zur Ausforschung des Geisterfahrers bzw. der Geisterfahrerin. Das Kennzeichen des Autos, das ab Scheiblingkirchen (Bezirk Neunkirchen) im Nebel mit 150 bis 160 km/h auf der falschen Richtungsfahrbahn unterwegs war, ist laut Landespolizeidirektion bekannt. Zulassungsbesitzer des Autos sei ein Niederösterreicher.

Lenker vermied Zusammenstoß

Bei dem durch die Geisterfahrt verursachten Unfall wurden ein 27- und ein 26-Jähriger verletzt. Beide mussten im Landesklinikum Neunkirchen behandelt werden.

Laut Polizei hatte der 27-Jährige am Steuer des Autos während eines Überholvorganges bei Scheiblingkirchen den entgegenkommenden Wagen bemerkt. Um einem Zusammenstoß zu entgehen, verriss der Lenker seinen Pkw auf den ersten Fahrstreifen. Dabei musste er auch einen Aufprall auf das vor ihm fahrende Auto vermeiden. Der Pkw geriet in der Folge ins Schleudern, stieß gegen die Mittelbetonwand und kam letztlich auf dem Pannenstreifen zum Stillstand.

Geisterfahrt mit 160 km/h

Die ersten Notrufe wegen der "Geisterfahrt" hatte es laut Landesverkehrsabteilung NÖ für den Abschnitt zwischen Grimmenstein und Seebenstein gegeben. Der stellvertretender Leiter Willy Konrath ging daher davon aus, dass der Lenker bzw. die Lenkerin in Grimmenstein auf die falsche Richtungsfahrbahn der A2 aufgefahren war.

Dass es nicht mehrere Unfälle gegeben habe, führte Konrath auf "Schutzengel" und darauf zurück, dass Polizeistreifen den entgegenkommenden Verkehr auf 30 km/h "heruntergebremst" und zur Seite abgeleitet hätten. Er merkte auch an, dass drei Anhalteversuche u.a. mit Blaulicht und Folgetonhorn gescheitert seien. Sogar eine Komplettsperre der A2 sei bereits in Vorbereitung gewesen. (APA/red, 21.11.2012)

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