Arbeiterkammer-Test stellt Handy-Shops schlechtes Zeugnis aus

21. November 2012, 10:55
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    foto: apa

Defizite bei Beratung unter anderem über Kosten im Ausland

Ein Test der Konsumenteninformation der Arbeiterkammer Oberösterreich stellt der Beratungsqualität in Handy-Shops ein schlechtes Zeugnis aus. Nur bei neun von 28 getesteten Shops vergaben die Tester die Note "gut". In zehn Fällen lautete das am Mittwoch in einer Presseaussendung veröffentlichte Urteil "mittelmäßig", in neun "schlecht".

Technische Eignung

Die Konsumentenschützer schickten insgesamt acht Personen im Alter von 18 bis 23 Jahren in Handy-Shops im Großraum Linz aus. Sie fragten im Beratungsgespräch nach einem Neuvertrag - aber keinen Wertkartentarif - samt Handy, welches zumindest das Abfragen von Mails und Internetnutzung bieten sollte. Darüber hinaus sollte das Gerät bei einem längeren USA-Aufenthalt zu verwenden sein. Wesentlich waren dabei die technische Eignung des Handys und ausführliche Informationen zu etwaigen Kostenfallen - beispielsweise darüber, dass die innerhalb der EU vorhandene Kostenlimitierung von 60 Euro in den USA nicht greift. Zusätzlich sollten Gespräche von Österreich nach Frankreich kostengünstig möglich sein.

Nur die Hälfte der getesteten Shops informierte umfangreich über die verschiedenen Tarife, zeitlich begrenzte Angebote, wie den Entfall des Aktivierungsentgeltes und verfügbare Handys. Auch über Zusatzpakete, etwa ein Auslandspaket nach Frankreich, erhielten die Testpersonen nur in jedem zweiten Shop ausreichend Auskunft.

Internetnutzung in den USA

Nur in zwei Fällen haben die Mitarbeiter von sich aus auf die Risiken bei der Internetnutzung in den USA hingewiesen und über die Kostenproblematik aufgeklärt. In vier Shops konnte nicht einmal auf Nachfrage eine Auskunft gegeben werden. Kein Anbieter hat neben den Informationen über Handy und Tarifmodelle weitere Unterlagen ausgefolgt. Bei keinem Shop erhielten die Testpersonen vorab einen Vertrag oder die Allgemeinen Geschäftsbedingungen zur Durchsicht. Die Tester waren nur mit 42 Prozent der Beratungsgespräche zufrieden. Dabei wurde etwa bewertet, wie freundlich das Personal war und wie ernst die Fragen genommen werden.

Die Konsumentenschützer raten dazu, sich nicht auf die sogenannten "Besten Tarife" zu verlassen. Interessenten sollten sich Zeit nehmen und die verschiedenen Tarife und Anbieter insbesondere in Bezug auf das eigene Gesprächsverhalten vergleichen. Eine Hilfe dabei biete der Handytarifrechner auf www.ak-konsumenten.info. Auf dieser Website ist auch das Testergebnis zu finden.(APA, 21.11. 2012)

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Hab mein Handy bei amaon gekauft

schnell, einfach, und ganz ohne werbefinanzierte Beratung

Ich: "Ich muss oft in die Schweiz telefonieren, ich habe auf der Homepage NIRGENDS Angaben zu den Tarifen gefunden".
Mitarbeiterun: "Es gibt jetzt die neuen günstigen EU-Roaming-Tarife"
Ich: "Ich möchte aber in die Schweiz telefon..."
Sie: "Schweiz ist ja in der EU".
-.-
und das 4km Luftlinie von der Ö-CH-Grenze...

Geh bitte, wer heute noch auf die Aussagen eines Verkäufers hört is ohnehin verloren... vor allem in diesem Business

Aufgaben der Arbeiterkammer ?

Die Arbeiterkammer wird aus den Zwangsbeiträgen aller Arbeiter und Angestellten in Österreich finanziert - immerhin 1/2 Prozent des Bruttolohnes. Klingt nach wenig, ist es aber nicht: selbst bei einem extrem bescheidenen Bruttoeinkommen von €1000 im Monat, zahlt man übers Jahr bereits €60. Bei höheren Einkommen entsprechend mehr.

So löblich ein Test von Handyshops auch sein mag, ist das eine Aufgabe, die ALLE Arbeiter und Angestellte Österreichs über Zwangsbeiträge finanzieren müssen?

die AK überprüft ja auch Festnetztarife. So gesehen haben 99% aller Bürger ein Telefon, was ein Durchleuchten dieses Tarifdschungels rechtfertigt.

Ich hab mal einer alten Dame geholfen (laut Ihrer Aussage Mindesteinkommen), sie kam extra aus dem Krankenhaus, um ihre hohe Telefonrechnung zu klären. Ich arbeitete damals im selben Gebäude der TA. Sie war völlig aufgelöst, weil sie für wenige Minuten 3x 70 euro zahlen musste. Dabei hatte Sie ihrem verstorbenen Ehemann vertraut, da dieser ja noch einen "super Tarif" von der Post hatte, welchen Sie übernommen hat. Der Tarif war vor 20 Jahren "super", aber heute nur noch Ausbeute.

Bester Shop in Linz übrigens laut AK

Orangshop Linz
Landstraße 3

Bewertung bei 5 Kategorien, welche abgefragt wurden, wurde 4 mal die Note "Gut" vergeben.

Kann man nur hoffen, dass wenn drei orange übernimmt, auch die gutgeschulten Mitarbeiter gleich mitnimmt.

Nachtrag am Rande: Laut Artikel geht hervor, dass die Mitarbeiter die AGB Ausgabe verweigert hätten. Allerdings haben diese Testkunden diese gar nicht verlangt. Und jedem potenziellen Kunden einen Ausdruck der AGB vorzulegen/mitzugeben ist nicht wirtschaftlich.

auch wenn man ihn verlangt? Das ist KUNDENDIENST.

Wenn man die AGB als Kunde verlangt, bekommt man diese natürlich auch ausgedruckt. Jeder Shop hat hier eine Mappe, von wo aus diese kopiert werden können. Aber der Test suggeriert, dass man als Kunde die AGB verlangt und nicht bekommt, was aber eben NICHT zutrifft.

Meine Schwester wurde in einem A1-Shop auch relativ "schlecht" beraten. War aber Gottseidank dabei.

Dabei war aber nicht der Mitarbeiter unfreundlich oder dumm sondern er wurde so geschult.

Die besten Erfahrungen habe ich bis jetzt, ironiefrei, mit diesen unabhängigen kleinen Handyshops gemacht.

Haha.

Das ist, wie wenn man in den 1-Euro Shop geht und dort Rolex-Uhren kaufen will.

Ich weiß nicht wie das bei anderen Mobilfunker ist,

aber beim 3 werden alle Garantiefälle nicht über die eigentlichen Geräte Hersteller abgewickelt, sondern über irgendein unabhängiges Unternehmen. Dazu kommt noch, wenn man ein Gerät zur Reparatur abgibt und man aus irgendeinen Grund kein Anspruch auf die Garantie hat, entstehen Bearbeitung Gebühren von ca. 30€ und die Reparatur Kosten sind meistens doppel so hoch wie üblich. Man wird aber vorher nicht darüber informiert. Was besonders blöd bei der ganzen Sache ist, die Garantie wird sehr schnell verweigert obwohl der Hersteller selber auf Kulanz eventuell noch was machen würde. Diese vorgehensweise ist für mich sehr Kunden unfreundlich und meine Meinung nach ein Fall für AK bzw. Konsumentenschutz.

Ist bei Orange auch so.

mein htc one x von "3", ist in ungarn zur reperatur. (bei standortwechsel, hatte ich meist kein netz)

dort hat man es eine woche lang nicht angerührt, weil ich das "simtray" (kleiner metallrahmen um die simkarte einzuschieben) nicht mitschickte!
nach dem motto: "kann den vergaser nicht reparieren, weil der rückspiegel fehlt".
Wie ich jetzt weiß war mein one x schon beim kauf kaputt, nur nahm 3 immer die schuld auf sich. wegen der netzprobleme die sie diesen sommer haben. inzwischen hab ich cyanongen drauf, also keine garantie mehr. für den austausch der platine wollen sie jetzt 300,--.

Erst informieren, dann posten!

Drei schickt reparaturen zur firma mobiletouch. Diese ist nicht irgendeine "unabhängige" firma, sondern lizensierter reparaturpartner ALLER gängigen hersteller! Übrigens schicken auch andere bezreiber (a1, tmobile) die geräte zu mobiletouch ein. (sofern sich dass in den letzten 2 jahren nicht geändert hat) Und was das "nicht informiert" werden angeht: wer lesen kann ist klar im vorteil! Wenn Sie Ihre unterschrift einfach so unter alles setzen was man Ihnen vorlegt sind Sie selber schuld.

Welche Wahl hätte ich sonst? Informiert wird man nicht darüber das ist die Tatsache. Auch kenne ich einen Fall wo die Reparatur über 3 und Mobiletouch verweigert wurden, direkt über Support von Hersteller es aber dann doch funktioniert hat. Also spar dir deine sinnlose Vorwürfe. Da alles was zusätzliche mehrkosten sind sollte den Kunden normal bekannt gegeben werden und nicht irgendwo klein gedruckt auf einem Dokument versteckt gehalten (wenn überhaupt). Ich kann mich nämlich nicht erinnern dass ich was auf dem Dokument bezüglich zusätzlichen kosten gesehen habe. Die Sache ist noch nicht geklärt und ich bin auch bereit KS einzuschalten, schauen wir was weiter kommt.

Nicht darüber informiert? Dann sollten Sie den Zettel lesen, den Sie unterschreiben wenn Sie das Gerät einschicken. Da steht nämlich drauf welche Kosten entstehen wenn kein Garantiefall vorliegt.

Dass in der Branche überall getrickst und übers Ohr gehauen wird ist mir klar, das kann keiner abstreiten. Dieser konkrete Fall bei Drei entspricht aber nicht dem, was ich dort bisher erlebt habe.

na gut,

OK sie kennen sich nicht mit allen Handys aus - kann man jz noch irgndiwie verschmerzen. Sie kennen die Tarife net bzw können offensichtlich nicht das passende Produkt inkl der infos liefern - na sagen wir das verzeihen wir ihnen mit einem Anfall von Bauchschmerzen.

Aber dass sie zu versicherungsmaklern mutieren und einem ohne wirkliche kenntnisse handyversicherungen an drehen, die "alles abdecken und da brauchts Ihnen nur aus der Hand fallen und des kriegens alles zahlt" und was weiss ich was noch dazu sagen und man dann als Kunde der geschöde is wenn man die Wahrheit sagt u net wie 99% der anderen eine 0815 lüge bringt die warum a immer gedeckt is- is das was wirklich ein Magengeschwür verursacht - AK konsumentensch. rät ubrigens ab!

Ich denke, Personen im Alter von 18 bis 23 Jahren maschieren generell nicht nichtsahnend in einen Shop um Grundfragen zu stellen!?

Gerade in Zeiten des Internets sind Fragen, wie "welches Handy kann man auch in der USA verwenden" oder "welches Handy kann Mails und Internetnutzung" ein leichtes, dafür nicht extra wohin zu fahren, sondern gemütlich am PC zu eruieren.

Für mich ist ein Handyshop, um Verträge anzumelden, die ich bereits kenne oder Verträge zu ändern. Und selbst hier kann man es online bereits.

Ich denke, Personen im Alter von 18 bis 23 Jahren maschieren generell nicht nichtsahnend in einen Shop um Grundfragen zu stellen!?

Also wenn sie ein Trainer für solche Shopangestellten sind, gebens einmal die Devise aus "18-23 jährige müssen nicht beraten werden. Weil die wissen eh schon alles aus dem Internet"?

Es gibt halt nach wie vor Menschen die sich das lieber im persönlichen Gespräch erklären lassen als im Internet zu recherchieren. Und auch solche, die älter als 23 sind. ;o)

"Bei keinem Shop erhielten die Testpersonen vorab einen Vertrag oder die Allgemeinen Geschäftsbedingungen zur Durchsicht."

Hier wäre allerdings interessant, ob vom "Kunden" explizit danach gefragt wurde. Die AGBs müssen in jedem Shop aufliegen, allerdings ist es schlicht nicht praktikabel, diese jedem potentiellen Kunden unaufgefordert vorzulegen.

in einen sog. Handyshop geht man doch ohnehin nur, um...

...sich ein Handy entsperren zu lassen.

Na jo.

Zum Entsperren von uralt-Nokiakisten braucht man Hardware. Die werden Sie sich wohl nicht leisten wollen.

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