"Gummibärenbande" zurück: 310.000 Euro Schaden in Oberösterreich

21. November 2012, 10:18
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Fünf der sieben festgenommenen Mitglieder sind bereits seit Anfang bei der Einbrechergruppe

Linz - Die Linzer Polizei hat eine siebenköpfige Einbrechergruppe ausgehoben, die von März bis August 2012 insgesamt 96 Delikten verübt haben soll. Der Schaden beläuft sich auf 310.000 Euro. Bei den Verdächtigen im Alter von 17 bis 22 Jahren handelt es sich großteils um "alte Bekannte". Fünf der Mitglieder waren bereits in den von den Kriminalisten "Gummibärenbande I bis III" getauften Gangs am Werk, wie Ermittler Franz Siegl berichtete.

Die sieben Verdächtigen stiegen in Firmen- und Bürogebäude, Kindergärten, Arztpraxen, Geschäfte und Friseursalons in Linz sowie in den Bezirken Urfahr-Umgebung, Linz-Land und Perg ein. Dort stahlen sie vor allem Bargeld. Danach quartierten sie sich in Luxushotels ein und bezahlten mit der Beute. Der hohe Sachschaden resultiert daraus, dass die Täter bei ihren Einbrüchen auch massive Verwüstungen anrichteten. Die Mitglieder sind mittlerweile in Untersuchungshaft. Einige sind geständig und belasten auch ihre Komplizen.

Anzahl der Mitglieder zurück gegangen

Die Ermittler haben die Gang "Gummibärenbande IV" getauft. Denn in Linz und Umgebung haben in den vergangenen Jahren kriminelle Jugendgruppen zahlreiche Delikte begangen: Der 41-köpfigen "Gummibärenbande I" wird ein Schaden von 500.000 Euro zugerechnet. Auf das Konto von Nummer II mit 21 Mitgliedern geht ein Schaden von 85.000 Euro und auf jenes von Nummer III insgesamt 33.000 Euro.

Die Verfahren zu den Fällen II und III sind noch gerichtsanhängig. Bei letzterem waren nur noch sieben Mitglieder aktiv gewesen. Einige der Jugendlichen seien mittlerweile "brav geworden", so  Siegl. Andere dagegen seien immer wieder einschlägig in Erscheinung getreten. "Fünf der nun Festgenommenen waren von Anfang an dabei", erklärte der Ermittler. (APA, 21.11.2012)

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