DAX im Plus

21. November 2012, 18:54
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K+S und Siemens von Analystenstudie belastet

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Nach der Vertagung der Verhandlungen über die Griechenland-Rettung hat der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch moderate Gewinne verbucht. Nach dem Kursplus von mehr als 3 Prozent seit der Vorwoche, stand der DAX zum Handelsschluss bei 7.184,71 Punkten weitere 0,16 Prozent höher. Für den MDAX ging es um 0,28 Prozent auf 11.274,41 Punkte nach oben. Der TecDAX rückte um 0,09 Prozent auf 810,35 Punkte vor. Leicht steigende Kurse an der Wall Street hätten die hiesigen Indizes gestützt, sagten Börsianer.

Keine Lösung für Griechenland

Trotz hoher Aufmerksamkeit, einer Menge Vorbereitung und stundenlanger Verhandlungen sei es nicht gelungen, zu einer Lösung für den am schwersten angeschlagenen Krisenstaat Griechenland zu kommen, sagte Händlerin Anita Paluch vom Broker Gekko Markets. Die Folge sei weitere Unsicherheit - zumindest bis kommenden Montag. Dann wollen die internationalen Geldgeber weiter über eine neue Hilfszahlung sowie ein neues Finanzloch debattieren.

Nach negativen Studien von JPMorgan und der Deutschen Bank präsentierten sich K+S und Siemens mit Abschlägen von 3,14 und 1,28 Prozent besonders schwach. Der Düngerproduzent habe wegen fortgesetzter Produktionsbeschränkungen nur begrenzt Potenzial, um im kommenden Jahr von einer möglichen Kalidünger-Nachfrageerholung zu profitieren, meinte Neil Tyler von JPMorgan. Deutsche-Bank-Analyst Peter Reilly sieht beim Technologiekonzern Siemens in Preisverfall und geringem Wachstum keine gute Mischung.

SAP-Papiere auf dem Höhenflug

Die SAP-Papiere setzten derweil ihren Höhenflug fort und markierten mit 59,06 Euro den höchsten Stand seit September 2000. Zum Handelsschluss notierten die Aktie um 2,01 Prozent höher bei 58,82 Euro. "Das Feedback zur Kundenmesse Sapphire Now in der Vorwoche war positiv gewesen", begründete ein Händler die anhaltend gute Stimmung.

Die Aktien von Sky Deutschland sprangen im MDAX um 8,63 Prozent auf das Niveau vom Herbst 2009. Der chronisch defizitäre Bezahlsender hatte sich steuerliche Verlustvorträge in Milliardenhöhe rechtlich abgesichert. Laut einer verbindlichen Auskunft des Finanzamtes München blieben die 2,1 Milliarden Euro an Verlustvorträgen auch erhalten, wenn es zu einer Änderung der Gesellschafterstruktur käme, hatte Sky Deutschland mitgeteilt. Eine mögliche Mehrheitsübernahme wird damit für den Medienmanager Rupert Murdoch attraktiver. (APA, 21.11.2012)

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