Westenthaler: "Wenn man mich lässt, tu ich's"

20. November 2012, 21:33
1 Posting

BZÖ-Politiker über seine drei Phasen der Intervention beim ORF

Drei Phasen politischer Intervention beim ORF kennt Peter Westenthaler. Im derStandard.at-Interview zählt er sie auf: "Die erste in den 90-er-Jahren, wo die FPÖ unter Jörg Haider sehr oft sehr ungerecht behandelt wurde, also entweder gar nicht vorgekommen ist, oder sehr verzerrt. Wir haben damals auch sehr viel prozessiert. Es war meine Aufgabe als Generalsekretär dort anzurufen und zu sagen: Freunde, das ist falsch.

Die zweite Phase war in der Regierungszeit. Da kann ich mich an zwei Anrufe erinnern. Einer davon wurde berühmt, weil ich in eine Sendung ohne mein Wissen überraschend live hineingeschaltet wurde. Das war so skurril. Ich habe das dann, das gebe ich zu, weidlich ausgenutzt. Ich habe eine Suada losgelassen, die recht anständig war. Wenn man mich lässt, tu ich's. Kein Problem.

Dann kam die Phase nach meinem Rücktritt. Da ist logisch, dass ich da überhaupt nicht mehr angerufen habe, außer beim Hörer- und Seherservice, wenn mich etwas geärgert hat. Seit ich BZÖ-Politiker bin, habe ich überhaupt nie wieder beim ORF angerufen."

"Abgesang eines öffentlich-rechtlichen Rundfunks"

Vom ORF wünscht sich der BZÖ-Politiker mehr Qualität. Mit Alexander Wrabetz, der ORF-Chef wurde 2006 von einer "Regenbogen"-Koalition aus SPÖ, FPÖ, BZÖ und Grünen gewählt, ist Westenthaler nicht zufrieden. "Eine von mehreren Enttäuschungen für mich."

Ein "Abgesang eines öffentlich-rechtlichen Rundfunks" seien die Rückkehr von Sido in die "Große Chance" oder die Alaba-Stronach-Satire in "Willkommen Österreich". Frank Stronachs Auftritt in der ORF-Diskussionssendung "Im Zentrum" mit Ingrid Thurnher "war großes Kino", sagt Westenthaler. (red, derStandard.at, 21.11.2012)

Share if you care.