Diebe schneiden 3.500 Jahre alte Zeichnungen aus Felsen

Kunstwerke amerikanischer Ureinwohner teilweise zerstört - Archäologe spricht von "schlimmstem Akt von Vandalismus"

Los Angeles - Großen Aufwand betrieben Unbekannte im US-Bundesstaat Kalifornien bei einer dreisten und zerstörerischen Diebstour: Die Kriminellen haben in den Volcanic Tablelands im Osten Kaliforniens etwa 3.500 Jahre alte Felszeichnungen von Ureinwohnern vom Stamm der Paiute aus dem Gestein gesägt und sind damit verschwunden. Vier Felsmalereien seien dabei entwendet und eine fünfte schwer beschädigt worden, berichtete die "Los Angeles Times" am Montag. Ein sechstes Felsbild sei zerbrochen auf einem nahen Parkplatz entdeckt worden, offenbar war es beim Transport kaputtgegangen. Weitere Kunstwerke an der archäologischen Stätte wurden den Angaben zufolge mit Hammerschlägen ramponiert.

Schlimmster Akt von Vandalismus

"Die Menschen, die das gemacht haben, waren keine Chirurgen", sagte der Archäologe Greg Haverstock der Zeitung. Bei dem Diebstahl habe es sich um den schlimmsten Akt von Vandalismus auf dem Gelände gehandelt. Die gestohlenen Felsbilder waren den Angaben zufolge etwa 60 Quadratzentimeter groß und befanden sich teilweise in mehr als vier Metern Höhe. Die Diebe seien mit Leitern und Stromgeneratoren für die elektronischen Sägen angerückt. Auf den Felsmalereien waren Hirsche, Schlangen sowie Jäger mit Pfeil und Bogen zu sehen. (APA/red, derstandard.at, 20.11.2012)

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