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Zwei Minister, zwei Landespolitiker, zwei Kassenfunktionäre, jeweils rot und schwarz, setzen ihre Unterschrift unter ein und denselben Brief. Wenn alles glattgeht, werden sie in den nächsten Wochen auch ein Gesundheitsreformpapier unterschreiben, das diesen Namen möglicherweise sogar verdient hat. Zwei politische Akte, die hierzulande lange Zeit als völlig außer Reichweite galten. Und ausgerechnet die Ärztekammer hat dazu mehr beigetragen, als ihr lieb sein dürfte.
Denn sie hat den Bogen überspannt - mit sachlich falschen Argumenten, mit fatalistischer Rhetorik, mit der ewigen Behauptung, sie würde die Patienten vertreten. Dabei haben die Kammerfunktionäre eine simple Kommunikationsregel übersehen: Je absurder die Polemik, desto weniger werden die Argumente gehört.
Was die Gesundheitspolitiker schon bei der Diskussion über die elektronische Gesundheitsakte geärgert hat, hat sie in der Endphase der Reformgespräche dazu bewogen, den Ärzten einen verhältnismäßig geharnischten Brief zu schicken. Nicht zuletzt dank des gemeinsamen Außenfeindes ziehen sechs höchst unterschiedliche politische Persönlichkeiten mit höchst unterschiedlichen politischen Interessen an einem Strang. Vielleicht findet diese Konstellation ja sogar Nachahmer. Wie wäre es zum Beispiel mit einem gemeinsamen Brief der Bildungspolitiker an die Lehrergewerkschaft? (Andrea Heigl, DER STANDARD, 21.11.2012)
Mehr als zwei Monate nach der verlorenen Landtagswahl fand die niederösterreichische Posse ein seltsames Ende.
In Niederösterreich bleibt alles beim Alten. Die VP diktiert die Regeln, die SP erfüllt brav ihre Rolle als lieber kleiner Regierungspartner
Niederösterreichs SP wäre gut beraten, einer Proporz-Abschaffung zuzustimmen
Gabmann ist aus dem Team Stronach ausgeschieden, sein Mandat behält er trotzdem
Und was macht die ÖVP? Sie etabliert sich als Lobby der Beharrer
Die Wiener Ärztekammer kocht ihr eigenes Süppchen
Besserverdienende im Gemeindebau sollten mehr zahlen
Der Grund, warum das Sozialsystem immer unfinanzierbarer wird:
http://derstandard.at/135320677... er-zurueck
Die Arbeitseinkommen sind nun einmal die Basis für die Sozialversicherungen. Nachdem diese immer weiter ausgehungert werden, sinkt eben auch der Anteil an der Wertschöpfung, der in die Sozialversicherungen fließt.
Seltsamerweiße stellt das aber für die nun so demonstrative Einigkeit zeigenden Politikdarsteller kein Problem dar. Einfach weiter bei den Leistungen für diejenigen einsparen, die sich den Privatarzt nicht leisten können. Dann passt das schon.
mit dem Thema auch auseinandergesetzt oder heute um 19:45 den Auftrag bekommen, bis zum Beginn vom Hauptabendprogramm eine Spalte zu füllen?
Welche sachlich falschen Argumente?
Die simple Kommunikationsregel sollte Frau Heigl auch einmal sinnerfassend lesen.
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