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Ein Durchbruch im globalen Kampf gegen die Krankheit Aids lässt auf sich warten: Im Jahr 2011 starben weltweit 1,7 Millionen Menschen an den Folgen einer HIV-Ansteckung. Das teilte das Hilfsprogramm der Vereinten Nationen, UNAids, am Dienstag in Genf mit. Für 2010 waren 1,8 Millionen Aidstote gemeldet worden.
Brennpunkt blieb auch im vergangenen Jahr Afrika südlich der Sahara: Dort leben 23,5 Millionen Menschen mit dem HI-Virus oder Aids. Der Exekutivdirektor von UNAids, Michel Sidibé, wies aber auch auf Fortschritte im Kampf gegen Aids hin. So sei die Zahl der Kinder unter 15 Jahren, die sich mit dem HI-Virus infizierten, von 2003 bis 2011 kontinuierlich gesunken.
Vergangenes Jahr steckten sich demnach etwa 330.000 Kinder damit an, 2003 waren es noch um 230.000 Kinder mehr gewesen. "Es ist möglich, dass sich kein Kind mehr mit dem HI-Virus infiziert", unterstrich Sidibé. Um dieses Ziel zu erreichen, müsste die internationale Gemeinschaft noch viel Geld und Geduld aufbringen.
Insgesamt infizierten sich 2011 rund 2,5 Millionen Männer, Frauen und Kinder neu mit dem Virus. Das bedeutet einen schwachen Rückgang gegenüber 2010. Damals waren es noch 2,6 Millionen. Die Zahl der Menschen, die mit HIV leben, nahm leicht zu. 2011 waren es laut UNAids 34 Millionen Männer, Frauen und Kinder, im Jahr davor 33,5 Millionen. UNAids erklärte den Anstieg mit einer längeren Lebenserwartung, da viele Patienten inzwischen in Behandlung seien.
Laut UNAids erhielten 2011 rund acht Millionen Aidskranke eine lebensverlängernde antiretrovirale Therapie, bei der Medikamente die Ausbreitung der Viren im Körper hemmen.
Doch noch immer sind rund sieben Millionen Männer, Frauen und Kinder vor allem in den armen Ländern von einer Behandlung ausgeschlossen. Fast drei von vier Mädchen und Buben in Entwicklungsländern, die eine Behandlung bräuchten, erhalten keine Therapie. (Jan Dirk Herbermann aus Genf, DER STANDARD, 21.11.2012)
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