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Mit dem Downgrade durch die Ratingagentur Moody's wird François Hollande von der harten ökonomischen Realität eingeholt. In den ersten Monaten seiner Amtszeit konzentrierte sich der französische Präsident vor allem auf Steuererhöhungen und weniger auf Strukturreformen.
Ein Steuersatz von 75 Prozent auf Einkommen über einer Million sowie eine Schmalspurversion einer Transaktionssteuer mögen die Gemüter empörter Wähler beruhigen, helfen der zweitgrößten Volkswirtschaft in Europa aber nicht wirklich weiter. Das Land hat in den vergangenen zehn Jahren stark an Wettbewerbsfähigkeit verloren, die Steuerlast war schon vor den jüngsten Beschlüssen hoch.
Nach und nach muss Hollande nun seinen Kurs ändern. Der im Wahlkampf noch verteufelte Fiskalpakt für mehr Haushaltsdisziplin wurde inzwischen von den Sozialisten ratifiziert. Angekündigte zusätzliche Staatsausgaben in Höhe von 20 Milliarden Euro pro Jahr wurden eingestampft. Bei der Arbeitsmarktflexibilisierung droht Hollande den Sozialpartnern mit einem Alleingang der Regierung.
Er und seine Regierung müssen also unpopuläre Maßnahmen ergreifen. Wer zuvor aber so viel versprochen hat, was nicht haltbar ist, darf sich nicht wundern, wenn ihm das Vertrauen entzogen wird. Findet der Präsident dafür keine gute Erklärung, werden sich die Wähler den Ratingagenturen anschließen. (Günther Oswald, DER STANDARD, 21.11.2012)
Viele sind - zu Recht - frustriert, weil die versprochenen Renditen nie eingetreten sind
Die heimische Wirtschaft hat im Verhältnis zum engsten Handelspartner an Wettbewerbsfähigkeit verloren
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die bewohner eines landes, in dem das regelpensionseintrittsalter 60 jahre beträgt und man bis dahin nur 35 std. pro woche arbeiten muss und dass obwohl es 30 Urlaubstage pro jahr gibt, sind wohl als faulenzer zu bezeichnen...
entsprechend sieht hat die wirtschaft aus.
tja, seit diese sozialschmarozzenden froschschenkelfresser ihre kollonien nicht mehr abzocken können schauts halt traurig aus ;-)
im Grunde kursieren hier 2 Erklärungsmodelle:
1) Die bösen Sozis fahren den Karren -eh klar- an die Wand und werden dafür gestraft;
2) Die bösen Ratingagenturen und die böse Finanzmafia wollen die freie Welt knechten.
Beides ist ein bisschen simpel.
Die bittere Wahrheit ist, dass Frankreich zwar ohne Zweifel das wirtschaftliche Potential hat, um aus der Krise zu kommen, aber an tiefliegenden strukturellen Problemen laboriert, die über viele Jahrzehnte gewachsen sind und von ALLEN Parteien ignoriert wurden.
Dazu kommt, dass eine institutionalisierte Sozialpartnerschaft nie existiert hat und soziale Änderungen oft auf der Strasse verhandelt werden (was nicht immer schlecht sein muss, aber Reformen nicht einfacher macht).
und die aufgeblasene Staatsquote, die zentralistische Bürokratie und der Wirtschaftsprotektionismus sind in Frankreich keine rein linke Spielwiese, sondern haben auch starke gaullistische Wurzeln. "Weniger Staat, mehr Privat" haben Frankreichs Konservative NIE gesagt. Im Gegenteil.
(Nicht dass ich dumme Schüssel-Sprüche nachbeten will, aber in F war's halt immer das andere Extrem).
Eine sozialistische Regierung müsste den Mut haben, im Ernstfall auch die Konfrontation mit den grossen Gewerkschaften und ausgedehnte Streiks in Kauf zu nehmen. Eine linke Regierung könnte das vielleicht sogar leichter, aber ob Hollande dafür der Mann ist...
die politiker eines landes versprechen dem wähler man werde auch in zukunft sozial zu seinen bürgern sein.wirtschaft,finanzindustrie,ratingagenturen und deren mafiösen hintermänner wollen das nicht und zur strafe wird das land herabgestuft.wenn dann auf kosten der menschen doch bei pensionen.im sozialbereich usw.gespart wird sind diese verbrecher vielleicht gnädig und stufen das land wieder hinauf.laufen hier nicht doch ein paar dinge nicht so ganz richtig ab?
...du bringst nur ein paar Zusammenhänge durcheinander. Politiker können nur das verteilen was vom Land erwirtschaftet wird. Wenn mehr verteilt wird und dafür Schulden aufgenommen werden geht sich das irgendwann nicht mehr aus. In Frankreich ist jetzt der Punkt gekommen.
aber natürlich sind ratingagenturen nur unabhängige experten, die ohne eigeninteressen ganz klar, nüchtern und verlässlich korrekt (lehmann brothers, spanien, griechenland, italien, staatsverschuldung der usa, dot-com-krise,...) bewerten und mit ihrer macht darüber die zinslast aller verschuldeten staaten dieser welt zu bestimmen nicht die demokratie aushöhlen.
und das ist auch richtig so denn ohne dieses, sich in der vergangenheit so grossartig bewährte, system wären alle staaten bis unter die halskrause verschuldet, wir hätten ständig krisen, geerbtes vermögen würde mehr bringen als leistung und wir hätten vielleicht sogar in einem europa des jahres 2012 eltern die in manchen staaten nicht mal mehr ihre kinder ernähren könnten.
juhuuu!
...Frankreichs war das reduzierte Rating angebracht. Denn nur ökonomisch Blinde sehen nicht, wie unter Holland das Land schnurstraks auf die Wand zusteuerte. Unter Hollande haben sich die Fundamentaldaten des Landes nachhaltig verschlechtert. Wenn Sie sich erinnern, was der Herr alles verländern wollte - nur hat er die falsche Richtung eingeschlagen.
die Fundamentaldaten haben sich nicht erst unter Hollande so nachhaltig verschlechtert (das wäre in der kurzen Zeit auch ein ziemlicher Weltrekord).
Frankreich hat einen Reformstau, der sich über Jahrzehnte aufgebaut hat, und zwar die letzten 17 Jahre unter konservativen Präsidenten, die Protektionismus und Schaumschlägerei betrieben haben.
Mit "Sozialismus" (oder was sich einige Poster hier darunter vorstellen) haben die Probleme wenig zu tun.
...eigentlich alles. Auch wenn es in diesem Fall die Konservativen waren die nicht gegengesteuert haben. Im übrigen waren es die Sozialsten welche die 35 Stunden Woche eingeführt haben - auch der überzogene Kündigungsschutz geht auf die Kappe der Roten. Es ist den Konservativen zwar vorzuwerfen, dass sie das nicht geändert haben aber, angesichts der renitenten, verzogenen französichen Volkes ist es verständlich. Man denke nur an die Proteste der Jungen gegen die Aufweichung des Kündigungsschutzes obwohl diese Maßnahme gedacht war ihnen den Eintritt ins Arbeitsleben zu erleichtern.
Sie haben keine Ahnung von der Arbeitswelt in Frankreich. Außerhalb des geschützten staatlichen Bereichs (dass der zu groß ist, haben wir inzwischen alle mitbekommen...) hanteln sich v. a. junge Absolventen von einem prekären Job zum nächsten. Von der sozialistischen Hängematte ist da nichts zu merken.
Vor diesem Hintergrund sind die Proteste gegen die Aufweichung des Kündigungsschutzes zu sehen.
Ist ihnen schon mal aufgefallen, dass die großen Streiks in Frankreich ausschließlich im öffentl. Dienst stattfinden?
...auch im privaten Sektor ist der Kündigungsschutz überzogen DAS (!) ist die Ursache für die prekären Jobs welche die jungen Akademiker erledigen. Kein Unternehmer stellt Personal ein wenn er sie dann, wenn, wie jetzt, wirtschaftlich schwierige Zeiten heraufdämmern, nicht los werden kann.
Na logo ist für diese Leute kein Platz in der sozialen Hängematte - die ist ja von den Leuten die Jobs haben voll ausgefüllt. Die ohne Jobs und mit geringe Chancen auf Jobs fallen unter den Rost.
Natürlich gehts uns in Ö noch besser (vor allem aufgrund des liberalen Arbeitsmarktes und dem leistungsfähigen Mittelstandes) - aber so unähnlich sind die Probleme nicht:
- aufgeblähte Staatsquote
- zu hohe Steuern
- (bei manchen zumindest im Standard-Forum:-): Neiddebatten gegen alle "Reichen", Nichtakzeptanz der Wirtschaft
- fast unreformierbares Pensionssystem
Kommt einem alles bekannt vor, oder????
...die und ihre Wähler werden es eben nie lernen, dass man Wohlstand nicht schaffen kann, indem man es einerseits Unternehmern so unangenehm wie möglich macht (zB beim Arbeitsrecht) und andererseits, indem man aus Neid jene aus dem Land jagt, die einen wohl nicht unerheblichen finanziellen Teil in Form von exorbitant hohen Steuern beitragen.
- Es war eh jedem denkenden Menschen klar, dass der Hollande nur das Blaue vom Himmel verspricht.
- trotzdem wurde er gewaehlt.
- jetzt wird ihm, weil er natuerlich die Wunder, die er versprochen hat, das Vertrauen entzogen.
- das naechste mal waehlt man dann den Naechsten, der Heilung ohne Anstrengung verspricht?
Verkuerzt hat er gesagt:
- Wir besteuern die Reichen
- Wir weiten die Sozialleistungen noch aus
- Wir machen Eurobonds und noch mehr Schulden
- Wir schaun ein bissl dass wir unseren Betrieben unter die Arme greifen (Subventionen)
Dadurch wird unsere Wirtschafut dann flott anspringen und wir verringern die Arbeitslosigkeit, das Defizit im Aussenhandel und im Budget. Alles wird gut
Aber so spielts das halt nicht
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