Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Wien - Rapid hat nicht nur in der Sportszene einen klingenden Namen. Immer wieder taucht der Fußballverein auch in der Debatte um den Eurofighter auf - etwa in Postings der STANDARD-Leser, die Rapid als Günstling der Herstellerfirma EADS ausweisen.
Was ist an der Sache dran? Faktum ist, dass EADS Rapid Geld gezahlt hat, laut Präsident Rudolf Edlinger in den Jahren 2005, 2006, 2007. Wie viel, will er unter Hinweis auf das in finanziellen Belangen übliche Stillschweigen nicht sagen - jedenfalls sei weniger geflossen als die kolportierten fünf Millionen. Gehandelt habe es sich um kein Sponsoring, sondern um gezielte Unterstützung der Nachwuchsteams, sagt Edlinger. Man habe überlegt, für zivile EADS-Produkte am Ärmel der Trikots zu werben, " aber letztlich hat EADS keine Gegenleistung verlangt".
Laut Edlinger sind derart selbstlose Gönner nicht so selten, wie man glaubt: "Das kommt vor, wenn auch nicht unbedingt in dieser Höhe." EADS habe gemeint, nun länger in Österreich engagiert zu sein und deshalb " Goodwill-Werbung" betreiben wollen. "Aber wenn uns jemand Geld für den Sport gibt", sagt Edlinger, "frage ich nicht nach dem Motiv."
Eines, das in der Debatte im Raum steht: Hat EADS den Verein, der nicht nur Exfinanzminister Edlinger als Präsident, sondern auch viele SPÖ-Spitzenpolitiker als engagierte Fans hat, gefördert, um die gegen den Eurofighter-Kauf wetternden Sozialdemokraten umzustimmen? Diesen Verdacht nährt etwa ein vom Kurier publiziertes Dokument: Demnach soll ein Mittelsmann, den Rapid fürs Anbahnen des Fördervertrags bezahlte, EADS die Besänftigung der SPÖ verheißen haben.
Wenn der Mann dies behaupte, "dann ist er ein Depp", kontert Edlinger und stellt eine Gegenfrage: "War die angebliche Bestechung denn erfolgreich? Die SPÖ hat ihre Meinung zum Eurofighter nie geändert und ist immer noch dagegen. Das alles ist eine absurde Unterstellung." Edlinger glaubt nicht, dass EADS je dieses unlautere Motiv gehabt habe. Abgesehen davon, dass seine Partei damals machtlos in der Opposition saß: "Man kann die SPÖ nicht umdrehen, indem man einen Fußballverein fördert. Da müssten die bei EADS Deppen sein." (jo, DER STANDARD, 21.11.2012)
Scheidender Konzernchef Haselsteiner zu Zahlung an BZÖ-Firma: "Würde heute nicht mehr gehen"
Linzer Landesgericht: Unschuldsvermutung wurde nicht verletzt - Strasser-Anwalt meldet volle Berufung an
EU-Abgeordneter: Angebote und Einladungen im Gegenwert von 65.000 Euro erhalten
Ministeriums-Taskforce durchleuchtete Gegengeschäfte
Ex-FP-Werber Gernot Rumpold und vier Mitangeklagte wegen Untreue vor Wiener Schöffensenat - Sieben Verhandlungstage um angeblich illegale Parteienfinanzierung
Frist für Anmeldung im Lobbyisten-Register abgelaufen - 417 Lobbyisten und Interessensvertreter gemeldet - Sozialpartner haben Frist bis 2014
Spindelegger und Mikl-Leitner verteidigen Beraterverträge mit VP-nahen Firmen: Kein Berufsverbot für parteinahe Personen
Koalitions-Antrag für Reparatur der Abgeordneten-Transparenz fertig - Vorstands-Posten werden wieder in Nebenjob-Liste aufgenommen - Online-Veröffentlichung auch für Landtage verpflichtend
Wirtschaftsminister Mitterlehner untermauert seine Behauptung, wonach Magna zu den größten Profiteuren des Kaufs von Eurofightern zählt. Strafrechtlich relevante Aspekte wurden keine gefunden
Von Raiffeisen über Kammern bis zu PR-Agenturen - Bisher 93 Einträge
In Schladming zeigen sich manche Amtsträger für das neue Gesetz gegen Korruption noch nicht ausreichend sensibilisiert. Vorsichtiger sind schon die Mitarbeiter des ORF und Wirtschaftstreibende, die indirekt betroffen sind
Frist 31. März - Sozialpartner wollen Zahl ihrer Interessensvertreter bis September 2014 melden
"Profil": Verdacht auf Amtsmissbrauch und Untreue - Rechnungshof nahm Finanzgebarung von Gesellschaft serv.ip unter die Lupe - Gelder bei Privatbank Gutmann veranlagt - Rödler wehrt sich
"Kurier": Sechsstelliger Schaden - Wohnbaustadtrat Ludwig hat Aufklärungs-Team eingesetzt
"Angemessene Strafe gefunden" - Strafmaß kann sich nun nicht mehr erhöhen
Medienbericht: Amtsmissbrauch, Untreue und Absprachen bei Vergaben stehen im Raum
Der größte Wunsch der Bevölkerung an die Politik lautet für heuer: Korruption bekämpfen! Zwar treten neue Bestimmungen in Kraft - allerdings braucht es noch mehr, um die Sümpfe trockenzulegen
Die Eurofighter werden bis zum Jahr 2015 2,577 Milliarden Euro kosten - rund eine Milliarde mehr als die optimistischen Berechnungen von Exverteidigungsminister Norbert Darabos ergeben haben
Strasser, Mensdorff und Koloini können demnächst mit einem Urteil rechnen
RH vermisst "regelmäßige, risikoorientierte Kontrolle ausgewählter Beschaffungen" im Innenministerium - Opposition für Sondersitzung
Vorerst kein Abschluss des Ermittlungsverfahrens
Mangels Flugpraxis ist kein Pilot voll einsatzbefähigt - Verteidigunsministerium verweist auf Einführungsphase
Geld der Telekom Austria soll über Rumpold an die FPÖ geflossen sein
Konzern geht Ungereimtheiten nach, beharrt aber darauf, dass Geschäft korrekt war
Ex-Kanzler glaubt nicht an Schmiergeld bei Gegengeschäften - Scharfe Kritik an Koalition wegen Wehrpflicht-Volksbefragung
Auch ein bissl ein Depp meiner Meinung nach.
Wenn er Geld kriegt fragt er nicht nach dem Motiv? Er nimmt's also von jedem? Ungefragt? Ungeprüft? Und dann noch ausgerechnet von einem Unternehmen welches einen Milliardenvertrag erhalten hat und es damals schon nicht sauber wirkte?
Da muß man die "Spende" einfach ablehnen, das ist strategisch das Sinnvollste. Auch wenn's bedeutet daß man selbst vielleicht weniger bekommt.
Das müsste diesen nachwievor für jede Menge Sponsorgelder attraktiv machen. So gesehen handelt EADS auf den ersten Blick nur logisch.
Das die sportlichen Erfolge ausbleiben & das Geld dann in der Praxis doch nicht so fließt, liegt wohl eher an einem unfähigen Management, das aus einem Potential sehr wenig bis gar nichts schafft. Darabos ist ja meines Wissens auch Kuratoriumsmitglied-
Das bringt mich natürlich beim zweiten Blick auf den Gedanken,daß EADS schon einen bestimmten Zweck damit verfolgt haben.Wenn hier nämlich keine Gegenleistungen seitens Rapid in Form von aussenwirksame Werbeaufschriften etc erfolgt sind,dann dürfte EADS diese "Kosten" in ihrer Bilanz auch nicht als steuermindernden Aufwand buchen.
Da hat der gute Mann aber ausnahmsweise einmal recht. Denn solange sich die Roten Vorsitzende wie den Gruselbauer und den Faygmann halten, reicht eigentlich ein schlichtes "Gusch!" und man kriegt alles, was man will. Haben die Gummistiefler doch schon mehrmals demonstriert.
Diese schlichte Aufforderung hat ja auch gereicht, um die schnelle Kehrtwende Richtung Eurofighter widerspruchslos zur Kenntnis zu nehmen, auch wenn diese schon damals meilenweit gegen den Wind nach Korruption gestunken hat !
persönlich habe ich ja auch schon mal meinen lieblingsverein,den sv hinterndorf,beim jährlichen hinterndorfer zeltfest 100,- euro gesponsert.
und ich denke,die bayern sind heimliche rapid fans.
das liegt wahrscheinlich an der tollen internationalen performance von rapid wien.
Die Intentionen der EADS vermutlich "Vorsorge" (falls rasche Neuwahlen), Besänftigung, "alle sollen sich wohlfühlen" usw.
Faktum ist aber, dass Hr. Edlinger nur bis zum Jahr 2002 einfacher Abgeordneter und Budgetsprecher war, seit 2001 Rapid-Präsident.
Und in dieser Rolle muss er es nicht hinterfragen.
Sofern das Geld im Verein bleibt, ist es Sponsoring.
Die SPÖ hat ihre Linie nicht geändert, Darabos hat dann nachverhandelt und 200 - 300 Mio rausgeholt (bei Verschlechterung der Stückosten), allerdings ohne echte Chance der Rückabwicklung (ziemlich vollendete Tatsachen, Euro 2008 vor der Tür), das wechselt man nicht so leicht wie ein Hemd (unter der nach wie vor gegebenen Vorgabe der Luftraumüberwachung, wie sich das Hr. Pliz vorstellt..
900 Euro für Parteien- und Funktionärsfinanzierung - oder ein anderes Beispiel - 100 Euro für die Förderung für ein soziales Anliegen ergibt 900 Euro für die Günstlinge der Parteien, ein bekanntes Muster in der Korruptionshochburg Österreich. Die sogenannte Werbewirksamkeit der EADS Spende an Rapid wird ja schon dadurch glaubhaft bewiesen, dass bis dato kaum jemand davon gewusst hatte und strengstes Stillschweigen vereinbart wurde.
wenn ich eads bin, schmiere ich natürlich auch die opposition, da es ja sein kann (und auch so war), dass die das nächste mal in der regierung sitzt. das sind keine deppen, sondern korruptionsprofis, für die die unschuldsvermutung wohl nicht mehr allzu lange gelten wird.
...eindeutig! Edlinger hat die Typenentscheidung getroffen...
und Darabos hat mittels Pensionskürzung via Budgetbegleitschlamassel... für die Finanzierung gesorgt...
anders formuliert:
Wer in Sachen Eurofighterbeschaffung auch nur ansatzweise die Zuständigkeiten - um nicht zu sagen die Verantwortung... zuordnen kann...
(und wer sich auch nur ansatzweise daran erinnert wie die Wenderegierung ihre Zuständigkeit - um nicht zu sagen Machtbefugnis... gehandhabt hat...)
dem drängt sich mehr und mehr die Frage auf woher all die sendungsbewußten Rapid Skandierer herkommen und was sie wohl antreibt...?
EADS ging es bei den Rapid-Millionen ausschließlich um Jugendförderung, zum Zweck der vorausschauenden Kundenbindung:
Denn die jungen Kickertalente von heute sind die Eurofighter-Käufer von morgen, das liegt ja wohl auf der Hand.
Dass man sich mit dem Geld bei der SPÖ einschleimen wollte? ABSURD, ein BLÖDSINN! Beweis: Jugendförderung hat die SPÖ NOCH NIE gutgeheißen...
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.