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Noch Rücklagen: Drozda.
Wien - Ganz so schlimm wie befürchtet wird das Jahr für die Vereinigten Bühnen Wien doch nicht enden: Generaldirektor Thomas Drozda hatte mit einem Abgang in der Höhe von 6,9 Millionen Euro gerechnet; im Endeffekt dürften es nur deren vier werden. Der Jahresfehlbetrag kann aus Rücklagen, in den fetten Jahren 2010 und 2011 gebildet, abgedeckt werden.
Auch für das kommende Jahr muss sich Drozda keine gröberen Sorgen machen: Die Subvention für die Bespielung von Ronacher und Raimundtheater mit Musicals sowie des Theaters an der Wien mit Oper bleibt mit 37,1 Millionen Euro auf dem Niveau von 2011. Es kommt also nicht, wie in den Jahren 2009 und 2010, zu Kürzungen. Und die Rücklagen reichen aus, um den prognostizierten Abgang (6,4 Millionen Euro) aufzufangen.
Drozda spricht dennoch von einem "sehr schwierigen Jahr". Denn es stehen im Musicalbereich zwei kostenintensive Neuproduktionen an: Im Februar kommt Natürlich blond heraus. Und wenn Elisabeth nicht verlängert werden kann, muss es im Herbst eine weitere Premiere geben. Welches Musical in Vorbereitung ist, will Thomas Drozda noch nicht verraten. Auf eine Eigenentwicklung wird das Publikum aber noch warten müssen: Drozda kündigt sie erst für 2014 an. Rudolf, das letzte VBW-Musical, datiert übrigens aus dem Jahr 2009.
Um 2013 ein akzeptables Ergebnis zustande zu bringen, will Drozda die Zahl der Vorstellungen pro Haus und Woche von sechs auf sieben erhöhen. Zudem hofft er, dass es, wie vom Bund und von der Stadt Wien angestrebt, zu einer Nulllohnrunde kommt. Andernfalls würde das strukturelle Defizit weiter wachsen: Die Subvention wurde seit 2008 um 3,65 Millionen Euro gekürzt, die Gehälter stiegen aber um 3,9 Millionen Euro. Ein weiteres Auseinanderklaffen der Schere sei kaum bewältigbar.
Über den Standard, der exklusiv über das Investment von 500.000 Dollar in die mittlerweile gescheiterte Broadway-Produktion von Rebecca berichtete, hat sich Drozda ärgern müssen: "Jeder redet nur darüber." Er bekennt sich aber nach wie vor dazu: "Wir haben Garantien; die Ausstattung, die wir als Ersatz bekommen, ist ein Vielfaches wert." (Thomas Trenkler, DER STANDARD, 21.11.2012)
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wie man durch simple erhöhung der stückzahl eines offensichtlich nicht nachgefragten produkts (7 statt 6 vorstellungen) aus der verlustzone kommt, wäre interessant zu erfahren. bitte beim nächsten mal nachfragen.
auch die in der kulturbranche gern gehörte behauptung von den überraschend gestiegenen personalkosten muss man sich nicht dauernd gefallen lassen. das sollte doch planbar sein. und wo bleiben die gelder der tollen neuen sponsoren, mit denen die damen und herren so gern angeben. ist und bleibt es womöglich ein aufwändiges, aber wenig einträgliches groscherlg´schäft, das nur der außendarstellung dient? auch da mal nachfragen, bitte.
Ich geh davon aus, dass das jemand durchgerechnet hat, aber wundert tut's mich schon, dass das zu einem besseren Ergebnis führt. ZB ein Siebentages-Radl für technisches Personal ist sicher anspruchsvoll und wohl kaum billig.
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