Ägypten erhält 4,8 Milliarden Dollar von Währungsfonds

Paket soll nationales Programm zur wirtschaftlichen Erholung unterstützen

Die ägyptische Regierung hat am Dienstag mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) eine Grundsatzvereinbarung für ein Stand-by-Abkommen über 4,8 Milliarden Dollar (3,8 Milliarden Euro) abgeschlossen. Die Laufzeit beträgt 22 Monate.

Damit soll das nationale Programm zur wirtschaftlichen Erholung und zur Schaffung eines finanziellen Gleichgewichts unterstützt werden. Ziel ist mittelfristig die Schaffung neuer Arbeitsplätze und eines sozial ausgeglichenen Wachstums. Hauptpfeiler ist eine Finanzreform, die den Abbau von Subventionen und einen Systemwandel im Mehrwertsteuerbereich beinhaltet.

Ziel: Budgetausgleich

Bis zum Finanzjahr 2014/2015 soll Ägypten ein ausgeglichenes Budget erreichen. Derzeit beträgt das Defizit noch 8,5 Prozent des Bruttosozialprodukts.

Der IWF-Kredit ist Teil eines Finanzpakets von insgesamt 14,5 Milliarden Dollar mit günstigen Krediten von bilateralen und multilateralen Partnern, mit dem das Regierungsprogramm unterstützt werden soll. Das Abkommen muss noch vom IWF-Exekutivdirektorium genehmigt werden. (Astrid Frefel, DER STANDARD, 21.11.2012)

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