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Nach monatelangen Verhandlungen steht der Rohstoffkonzern Glencore kurz vor der Übernahme seines Konkurrenten Xstrata. Die Aktionäre beider Unternehmen stimmten am Dienstag dem Kauf zu, der ein Volumen von 31 Mrd. Dollar (24,3 Mrd. Euro) hat. Während das Projekt bei Glencore etwa 99 Prozent der Eigner billigten, waren es bei Xstrata knapp 79 Prozent. Der Übernahme müssen noch die Wettbewerbshüter der Europäischen Union zustimmen. Diese Entscheidung wird Donnerstag erwartet.
Die Aktionäre lehnten unterdessen aber umstrittene Vergütungen für Xstrata-Spitzenkräfte ab, mit denen diese im Unternehmen gehalten werden sollten. Xstrata-Chairman John Bond, der auch im fusionierten Konzern eine wichtige Rolle spielen sollte, kündigte daraufhin seinen Rückzug an.
Der geplante Zusammenschluss der beiden in der Schweiz ansässigen und international tätigen Konzerne ist der größte in der Branche seit 2007. Das Vorhaben stand lange unter anderem wegen Bedenken des Großaktionärs Katar vor dem Scheitern. Erst nachdem Glencore sein Angebot aufstockte, sagte der Golfstaat in der vergangenen Woche seine Unterstützung zu. Katar hält ein Aktienpaket von mehr als zwölf Prozent und galt als ausschlaggebend. Zudem kam das Xstrata-Management Aktionären entgegen, die nun der Übernahme auch ohne die umstrittenen Zahlungen an Manager billigen konnten.
Die Partner versprechen sich von der Fusion milliardenschwere Einsparungen und Wettbewerbsvorteile bei Rohstoffförderung und -handel. Das Geschäft ist von der großen Nachfrage aus China und anderen Schwellenländern geprägt. Der neue Konzern kann es mit Branchengrößen wie BHP Billiton, Vale oder Rio Tinto aufnehmen. (APA, 20.11.2012)
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