Kurzarbeit bei Wäschehersteller Triumph

Wegen der schwachen Absatzlage seien 459 von 728 Beschäftigten betroffen

Wiener Neustadt - Beim Wäschehersteller Triumph in Wiener Neustadt werden für 459 von 728 Beschäftigten für sechs Monate in Kurzarbeit geschickt, berichteten die "NÖN" (Niederösterreichische Nachrichten) in ihrer Lokalausgabe. "Der Grund dafür ist die schwache Absatzlage und das schwierige Marktklima in vielen Ländern Ost- und Südeuropas", wurde Olav Kratz, Sprecher der Triumph International AG, zitiert. Bisher war Wiener Neustadt der einzige Triumph-Standort in Österreich, wo noch nicht Kurzarbeit herrschte.

Man wolle alles daran setzen, dass die Nachfrage wieder belebt und auch fremdvergebene Fertigungskapazitäten wieder ins Unternehmen geholt werden, so Katz. Für Kurzarbeit als arbeitssichernde Maßnahme hätten sich laut der Wochenzeitung auch Betriebsrat und AMS (Arbeitsmarktservice) eingesetzt. Montags werden die betroffenen Mitarbeiter zuhause bleiben und zu 90 Prozent entlohnt, wobei einen Teil davon das AMS übernimmt.

In Niederösterreich werden derzeit an 22 Standorten Textilien hergestellt. Laut NÖ Wirtschaftskammer habe es in den vergangenen Jahren immer wieder Konkurse und Schließungen gegeben, "aber nicht mehr als in anderen Branchen", berichtete der ORF NÖ. Keinen Abwärtstrend in der Textilbranche sehe auch Reinhard Backhausen, Spartenobmann in der Wirtschaftskammer Österreich. Viele Unternehmen seien mit qualitativen und innovativen Produkten erfolgreich, wenngleich sich die derzeitige wirtschaftliche Lage bemerkbar mache. Es sei allerdings unbestritten, dass man den Kampf gegen Billigproduzenten aus Asien verloren habe, so Backhausen. (APA, 20.11.2012)

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