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Heimatverbunden, häuslich, Menschen, denen die Familie etwas bedeutet, ordnungsliebend, traditionsbewusst, religiös, umweltbewusst, sicherheitsorientiert...so beschreiben die Meinungsforscher die deutschen Österreich-Fans. Wenn das nicht zum österreichischen Völkchen passt...
München/Wien - Der typische Österreich-Fan unter den deutschen Urlaubern ist im reiferen Alter, bieder und verfügt über ein überdurchschnittliches Haushaltseinkommen. Das will das Münchner Institut IMAS-International bei der Befragung von 2.015 repräsentativ für die Gesamtbevölkerung ausgewählten Deutschen ab 16 für seinen "TravelVision-Monitor" herausgefunden haben.
Die Münchner Demoskopen stellten nämlich nicht nur Fragen zum Urlaubsverhalten, sondern erhoben auch die sozialen Profile und die Mentalität der Touristen. Die liebste Urlaubsdestination der Deutschen ist ihr eigenes Land, es folgen "Spanien und Portugal", Italien und am vierten Rang: Österreich. Auf den weiteren Plätzen liegen "Türkei und Zypern", Frankreich, Griechenland, Mittelamerika, die Schweiz, Skandinavien und Kroatien/Slowenien. Auffallend niedrig als Wunschziele eingestuft wurden die Länder des Nahen und Mittleren Ostens sowie des ehemaligen Ostblocks.
Die Vorstellungskraft der Deutschen bezüglich der einzelnen Regionen Österreichs ist recht unterschiedlich. Sie haben von Tirol - mit Südtirol - sowie von Wien, Salzburg und Kärnten erheblich plastischere Bilder als von Vorarlberg, Oberösterreich und der Steiermark. Am undeutlichsten sind bei ihnen Niederösterreich und das Burgenland vertreten.
Deutsche mit ausgeprägter Österreich-Sympathie haben eine stark überdurchschnittliche Neigung für Urlaub im europäischen Nahbereich, bevorzugen somit das Vertraute. Die Meinungsforscher schätzen sie als Mitglied einer "recht biederen Fraktion von Touristen mit einer konventionellen Grundhaltung" ein. Denn sie bezeichnen sich weit überdurchschnittlich als "heimatverbunden, häuslich, Menschen, denen die Familie etwas bedeutet, ordnungsliebend, traditionsbewusst, religiös, umweltbewusst, sicherheitsorientiert und als überzeugte Demokraten".
Stark unterdurchschnittlich empfinden sich die deutschen Österreichliebhaber als jung und unternehmungslustig, mit Freude am Neuen, Modernen und mit multikultureller Gesinnung. Es handelt sich weiters um ein Publikum reiferen Alters, in dem Singles stark unterrepräsentiert sind. Ihr Haushaltseinkommen liegt hingegen über dem deutschen Schnitt.
Die Österreich-Fans legen obendrein viel Wert auf eine schöne Landschaft und Natur. Sie lieben dabei mehr als die übrigen Deutschen die Berge. Besonders markant ist bei ihnen unter anderem das Verlangen nach müheloser sprachlicher Verständigung, bequemer Erreichbarkeit des Urlaubslandes, nach gutem Essen und Trinken sowie einer "sympathischen Bevölkerung". Außerdem haben sie eine auffallende Neigung für Gruppen- und Rundreisen. Unterdurchschnittlich groß ist die Forderung nach Unterhaltungsmöglichkeiten, vielfältigem Angebot, Komfort, exotischem Flair, Abenteuern und sportlichen Möglichkeiten. (APA, 20.11.2012)
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naja bezüglich bieder und konservativ und religiös weiss ich langsam nicht mehr was ich da im hinblick auf österreich glauben soll. insbesondere seit den lächerlichen demos gegen das adoptionsrecht für homosexuelle im ach so aufgeklärtem, liberalem frankreich. weder die eingeschränkte partnerschaft noch das adoptionsrecht lockt in österreich jemanden hinter dem ofen hervor. die gesellschaft in österreich ist in summe weitaus liberaler und toleranter als vielfach angenommen. und das kann man nicht nur an diesem beispiel festmachen.
für Ihre Schläfrigkeit, bei aller nachvollziehbaren Empörung über das französische Adoptionsrecht, bei allem dankenswerten Eintreten für Homosexuelle und bei allem Respekt für die Kenntnisnahme des Vorsprungs der österreichischen Gesellschaft in Sachen Toleranz und Liberalität der altbairischen gegenüber...hier und heute ist lediglich die Befindlichkeit der "Österreichfans" unter den möglichen deutschen Urlaubern gefragt.
Da erfahren wir etwas über Biederkeit, Heimat- und Familienverbundenheit, Traditionsliebe und Religiosität der Befragten aus einer münchner Umfrage.
Es gehört wohl nicht viel Phantasie zu der Annahme, daß genau diese Begriffe in einer berliner Befragung mit allerallergrößter Sicherheit keine Rolle spielen würden.
mondänen Mietnomaden mit wechselnden Partnerschaften, die chaotisch-futuristischen, atheistische Umweltverschmutzer, die das Risiko lieben und eine Vorliebe für Diktaturen haben?
religiös, sicherheitsorientiert und vor allem...bieder, scheinbar haben sich die münchner Demoskopen ein bißchen eifersüchtig überwiegend im eigenen Bundesland umgehört.
Bei außerbairischen Deutschen steht Österreich für Kultur, gehobene Lebensart, großartige Weine, landschaftliche Vielfalt mitsamt einer weltstädtischen Hauptstadt.
außerdem für eine prosperierende Biotechnologie-Industrie, Savoir-Vivre, große Liberalität gegenüber anderen Kulturen und Religionen (v.a. in ländlichen Regionen) und nicht zu vergessen unsere Magnetschwebebahnen und die Straßenkünstlerszene in St. Pölten.
Selbstüberschätzung, Blut-und-Boden-Konservatisvismus und Bierdimpfligkeit ist den weltoffenen Kosmopoliten die wir hierzulande alle sind natürlich völlig fremd - im Gegensatz zu den dumpfen Bayern. Tu felix Austria!
Sie verwechseln mal eben "Liberalität" mit Toleranz und halten Magnetschwebebahnen, Straßenkünstlerszenen und eine abschätzige Meinung über ländliche Regionen für relevant.
Klingt alles ein bißchen rückwärtsgewandt und überheblich, aber..ihre Meinung muß man nicht teilen, oder?
Also auf deutsch: Nur biedere Greise fahren freiwillig ins teure, miefig-spießige Österreich; am liebsten im Neckermannbus, der einen dann gleich noch zum Heurigen bringt, wo man dann Obatzda und Kassler Rippchen kriegt, damit es nicht zu exotisch wird?
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