Fahrplanwechsel der ÖBB: Mehr und schnellere Züge im Osten

Am 9. Dezember startet auch die Hochleistungsstrecke zwischen Wien und St. Pölten

Wien -Zugticket statt Parkpickerl: Während für Pendler, die mit dem Auto nach Wien kommen, die Zeiten schwieriger werden, dürfen sich Bahnkunden freuen. Das Angebot in der Ostregion wird übersichtlicher, auch zusätzliche Verbindungen sind vorgesehen. Das wurde jedenfalls bei der Präsentation des neuen ÖBB-Fahrplans - der am 9. Dezember in Kraft tritt - versichert.

S-Bahnen verschmelzen

Auf den ersten Blick wird die Zahl der S-Bahnen allerdings nicht mehr, sondern weniger: Es sind nur mehr neun statt bisher 13. So sucht man künftig die S5 oder die S6 vergeblich. Das liegt schlicht und einfach an dem Umstand, dass Linien miteinander verbunden werden. Die Zahl der Garnituren wird jedoch nicht reduziert, wie Michael Fröhlich, der Leiter des ÖBB-Regionalmanagements für die Ostregion, betonte: "Es fahren gleich viel Züge wie heute."

Neue Regionalverbindung

Auch einen neuen Regional-Express (REX) gibt es: Er fährt von Bratislava über den Hauptbahnhof und Meidling bis Deutschkreuz. Dadurch ergeben sich Vorteile für Ostbahnkunden, die nun direkt nach Meidling und damit zur U6-Station Philadelphiabrücke fahren können. Verbesserungen gibt es laut ÖBB auch für die S45, also die Vorortelinie. Diese verkehrt künftig nicht nur zur Rush-Hour, sondern auch tagsüber im Zehn-Minuten-Takt.

Speed-Strecke

Grundlegendes wird sich bei Verbindungen Richtung Westen ändern. Mit der Aufnahme des Betriebs auf der neuen Speed-Strecke zwischen Wien und St. Pölten wird die Fahrzeit zwischen den Städten nur mehr 25 statt bisher rund 40 Minuten betragen.

Rasender REX

Allerdings wird auch ein neuer Nahverkehrszug dort unterwegs sein - der REX200. Er ist, wie der Name schon andeutet, bis zu 200 km/h schnell und fährt von St. Valentin beziehungsweise Amstetten über den neuen, an der Hochleistungsstrecke gelegenen Bahnhof Tullnerfeld bis zum Wiener Westbahnhof. Auf der "alten" Strecke ergeben sich durch den Wegfall der Fernzüge überhaupt mehr Möglichkeiten für den Nahverkehr.

Fast unverändert bleibt das Angebot für Pendler, die aus dem Süden oder aus dem Norden in die Stadt kommen. (APA, red, DER STANDARD, 20.11.2012)

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Gibt es von St. Pölten ins Waldviertel (Gmünd, Horn)

auch neue Möglichkeiten?
Bei der Fahrplanrecherche finde ich noch keine entscheidenden Gewinne durch den Bahnhof Tullnerfeld.

Warum denn von St. Valentin? Die paar Meter bis nach Linz würden doch auch noch gehen, oder? Und da gibts vieeeel mehr Menschen als im St.Valentin.
Mich zB ;) Und ich muss doch immer in die Nähe vom WBH.

Diese Züge sind zwischen St. Valentin und St. Pölten "ganz normale" REX-Züge und dienen hauptsächlich den Pendlern aus dieser Gegend. Für Leute, die von Linz nach Wien fahren, gibt es eh den IC, Railjet, ICE und die Westbahn - und das im Gegensatz zum REX 200 auch am Sonntag.

Ja, ich weiß eh.. aber in Wien muss ich meistens zu einem Ort, der 5 Minuten zu Fuß vom WBH liegt, oder nach Hütteldorf (dort übernachte ich bei den Schwiegereltern)
Und ganz ehrlich, ich freu mich, dass die Züge jetzt schneller sind, und der neue Bahnhof glaub ich wird mir auch gefallen...
Aber dass ich ab jetzt immer umsteigen muss, nervt mich ein wenig ;)

Aber ist eh ok..

Aber dass ich

Dann würd ich mir aber schleunigst neue Schwiegereltern suchen!

Solange der Hauptbahnof nicht endgültig fertig ist, fahren die Züge von Linz eh noch alle zum Westbahnhof. IC und Westbahn bleiben sogar in Hütteldorf stehen. Ich denke, Sie werden auch weiterhin einen passenden Zug finden.

ja, hab ich eh schon gesehen, danke, da war ich vorschnell.. Aber man wird dann, wenn er fertig ist, eh auch in Meidling aussteigen können? Dann bin ich vermutlich trotz umsteigens in die U6 immer noch schneller als heute am Westbahnhof. Nur Hütteldorf wird schwerer zu erreichen sein... naja, man kann ja in St. Pölten umsteigen oder so.

Die ICE bleiben vielleicht eh am Westbahnhof.

sinnvoll wäre es dann,

auch die ICEs auch Norddeutschland direkt nach Budapest fahren zu lassen.

Das geht mit den derzeit eingesetzten Zügen allerdings technisch nicht. Die ICE vertragen das ungarische Stromsystem nicht.

Ja. In einigen Jahren soll das dann so aussehen:

ICE, Railjet: Meidling, Hauptbahnhof

Westbahn: Hütteldorf, Westbahnhof

ÖBB-IC: unklar.

na gut, dann wir die bahn alleine und nur für sie

einen extra zug einrichten. vielleicht kann man ja bei ihren schwiegerletern in hütteldorf eine haltestelle in den garten bauen, dann müssen sie gar nicht mehr laufen.

was bist denn du für ein Troll?
Kannst du es bitte jetzt als auch in Zukunft lassen, mir irgendwas in den Mund zu legen, was ich weder behauptet noch gemeint habe? Dankeschön.

Aber kundenservice haben sie bis heute nicht gelernt.

Das Onlinereservierungssystem mit grafischer Unterstützung bei den RJ im Wagen 36 funktioniert immer noch nicht.

Nur in dem einen Wagen? Vielleicht ist das Absicht, damit größere zusammenhängende Bereiche für Gruppen freigehalten werden.

Sicher nicht da es sich um die 1. Klasse handelt.

mehr Möglichkeiten

"Auf der "alten" Strecke ergeben sich durch den Wegfall der Fernzüge überhaupt mehr Möglichkeiten für den Nahverkehr."

Ja, unter anderem nämlich, dass manche Nahverkehrszüge dann 4 min. länger brauchen!

/facepalm

eine der vielen möglichkeiten:

die strecke wird asphaltiert und zu einem breiten radweg umgebaut. schnellstrecke st. pölten - wien in weniger als 3 stunden...

Südbahnverbindungen am Wochenende

"Fast unverändert bleibt das Angebot für Pendler, die aus dem Süden oder aus dem Norden in die Stadt kommen."

Somit ist es für Personen, die auch am Wochenende um 6 Uhr Schichtbeginn haben (wie für mich beispielsweise) von Neunkirchen aus (immerhin Bezirkshauptstadt) mit den Öffis nach Wien zu pendeln. Das geht nur von Wr. Neustadt aus, an Sonntagen ist nicht einmal das möglich (da gibt's nur eine S-Bahn, Fahrzeit 63 (!!) Minuten nach Meidling.

Übrigens: Bis Dez. 2008 gab es einen Frühzug, der wurde aber eingestellt.

"Fast unverändert bleibt das Angebot für Pendler, die aus dem Süden oder aus dem Norden in die Stadt kommen." was heißt "fast" unverändert? warum wird der norden wieder einmal ausgespart?!

WO ist der versprochene 1/4-Stunden Taktfahrplan auf der alten Westbahnstrecke?

Viel versprochen, fast nichts gehalten.
Nach Purkersdorf fahren die Züge in der Nacht immer noch im 1-Stundentakt. Ausser zu den Stoßzeiten ist der neue Fahrplan kein Grund, auf die Öffis umzusteigen.
Schade.

Wirklich sportlich ist Wien - Innsbruck in 4:09h!

1995 ist man dafür noch 5:23 gefahren, mit mehr Halten zugegeben. Auch der SC kam, wenn er denn mal pünktlich war, kaum unter 4:50h dort an.

Wow:

Für die Strecke Graz - Linz braucht man mit der Verbindung über Wien nur mehr eine Stunde länger als direkt.

Jo die Berg san hoit a Hund!

Ich bin sprachlos

S45 im 10-Minuten Takt den ganzen Tag? Da reagiert man ja direkt mal sinnvoll auf die Umstände (Parkpickerl).

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