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Klagenfurt/Asuncion - Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt hat am Dienstag die Ankunft eines aus Paraguay ausgelieferten Kärntners bekannt gegeben. In einer Aussendung hieß es, dass der unter dringendem Mordverdacht stehende Mann in der vergangenen Nacht in die Justizanstalt Klagenfurt eingeliefert worden war. Am Dienstag wurde wegen Flucht- und Tatbegehungsgefahr die Untersuchungshaft über ihn verhängt.
Dem Kärntner wird schwerer Betrug vorgeworfen, wegen Anstiftung zur Brandstiftung zwecks Versicherungsbetrugs. Das Gericht prüfe nun, inwieweit die Haftstrafe, die der Kärntner noch verbüßen muss, durch die Auslieferungshaft abgedeckt ist, da diese anzurechnen sei.
In punkto Mordverdacht wird man den Kärntner nicht belangen, so Staatsanwaltschaftssprecher Helmut Jamnig: "Wegen des weiter gegen ihn bestehenden Verdachtes der Tötung einer österreichischen Staatsbürgerin liegt derzeit ein Verfolgungshindernis vor, weil von den Justizbehörden in Paraguay diesbezüglich die Auslieferung nicht bewilligt wurde." Die Freundin des Verdächtigen war im Februar 2006 spurlos verschwunden. Die Justiz geht davon aus, dass sie ermordet wurde.
Der Kärntner, der im Rotlichtmilieu eine bekannte Figur war, hatte 2008 einen Freigang aus dem Gefängnis, wo er eine Strafe wegen anderer Delikte absaß, genutzt, um sich nach Südamerika abzusetzen. Kurzzeitig stand der Mann in Paraguay in einem anderen Fall unter Mordverdacht. Der nun erfolgten Auslieferung war ein längeres juristisches Tauziehen zwischen Österreich und Paraguay vorausgegangen. (APA, 20.11.2012)
Der hohe Anteil nichtösterreichischer Staatsbürger in den heimischen Gefängnissen ist evident. Aber was sind die Hintergründe?
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