Vielflieger droht Niederlage

20. November 2012, 11:52

Oberlandesgericht wird Berufung der AUA-Mutter stattgeben - Kläger zeigt sich enttäuscht

Köln - Im juristischen Streit um den Wert von Bonusmeilen der deutschen AUA-Mutter Lufthansa (derStandard.at berichtete) zeichnet sich eine Niederlage des klagenden Vielfliegers ab.

Vor dem Landgericht Köln hatte sich der Hamburger Professor zwar mit seiner Klage gegen die Abwertung seiner Meilen durchgesetzt, das Oberlandesgericht machte am Dienstag aber deutlich, dass es der Berufung der Lufthansa stattgeben wird. Gleichzeitig neige das Gericht dazu, Revision zuzulassen, sagte der Vorsitzende Richter. Die endgültige Entscheidung wird am 8. Jänner verkündet.

Der Kläger Tobias Eggendorfer zeigte sich im Anschluss enttäuscht und kündigte an, den Fall notfalls bis vor die höchste Instanz zu bringen. (APA, 20.11.2012)

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Viel schlimmer

Was ich viel schlimmer finde ist der Umstand, dass man, wenn man in der BC die selben Meilen gutgeschrieben möchte wie bisher, nun erklecklich mehr zahlen muss. Es wurde nämlich eine "billigere" BC-Buchungsklasse eingeführt. Kostet gleich viel wie bisher und entspricht preislich nun der teuersten EC (bringt aber auch nur deren Meilen).

Da hier so munter abgestritten wird, dass viele ihre Flugmeilen privat nutzen, hier zwei Links:

http://www.faz.net/aktuell/r... 70695.html

"Die Mitarbeiter dürfen die Bonus-Meilen sowohl dienstlich als auch privat abfliegen. Das ist nicht bei jeder Firma so. [...] Da jeder Person [...] nur ein Meilenkonto zusteht, ist eine Trennung von privater und dienstlicher Nutzung schwierig."

http://www.manager-magazin.de/unternehm... 56,00.html

"Die Hälfte der 500 deutschen Topunternehmen hat interne Richtlinien, laut denen Bonusmeilen dienstlich zu nutzen sind. Aber in der Praxis setzt das nur ein geringer Teil [...] um."

Ehm du

das streitet hier keiner ab. Ein "Akademiker", ich geh BTW davon aus, dass die Vielflieger hier im Forum auch durchwegs solche sind, sollte schon sinnerfassend lesen können. Wir versuchen dir nur mit unendlicher Geduld zu erklären, dass deswegen keineswegs der Arbeitgeber betrogen wird.

BTW das Thema lasst dich nicht los, hm? danke, dass du das Forum zu dem eher ärgerlichen Artikel so erheiternd gestaltest :-)

Ich bin mit Ihnen nicht per Du. Im sonstigen Internet und auch allgemein im Standardforum hab ich dagegen nichts einzuwenden. Aber bei dem Menschenschlag, der offenbar mehrheitlich hier postet, bestehe ich auf dem angemessenen Abstand.

dann hast du wohl

pech gehabt, der menschenschlag laesst sich das glaub ich nicht so gern von dir vorschreiben :-)

geldwerter vorteil.

Vielleicht wird das ja mal endlich zum Anlass genommen, den Trick mit den Airmiles endlich ganz zu verbieten. Schließlich handelt es sich ganz offensichtlich um eine versteckte Aufforderung zur Korruption:

Die Airmiles stellen eine nicht direkt in Geld messbare aber dennoch in einigen Fällen beträchtliche Provision dar, die in der Regel vom Reisenden genutzt wird, obwohl die Tickets von dritter Seite bezahlt wurden. Das verzerrt nicht nur den Wettbewerb zwischen den Fluggesellschaften, sondern begünstigt außerdem auch den Kauf teurer Tickets (=> mehr Airmiles), auch wenn noch billigere für dieselbe Verbindung erhältlich sind.

Abgesehn davon das das was sie da schreiben un behaupten einfach nur bloedsinnig und falsch ist.

Ich weis ja nicht wo sie da Korruption sehen?
Steuerschwindel vielleicht, Boni lass ich mit einreden aber Korruption?

na wenns meinen, sie sind wahrscheinlcih einer der Mallorca fahrer die sich aufregen das da so einer mit einer Platin card daher kommt und vor Ihnen einsteigt.

bin senator, fliege nur eco für meinen arbeitgeber, auch transkontinental.

ohne senator hab ich: nachteile beim gepäck, schlechtere karten bei kurzfristigen buchungen, habe bei flugausfällen vorteile und komm vor allem weltweit in die sen-lounges. sen-lounge ist wichtig, weil ich dort kostenfreie verpflegung und wlan bekomme.

flieg mal 150k eco meilen im jahr, dann weisst du wie wichtig das ist. ein paar stunden stop-over sind dann produktiv, weil ich einen arbeitsplatz hab - und mein stundensatz ist höher als die ersparnis mit ryanair geflogen zu sein.

kann nur unterschreiben was sie da sagen.

WLAN ist in Wien

ja zu meiner grossen Verwunderung immer noch gratis. Wenn ich unterwegs arbeiten möchte, muss ich eh offline dazu in der Lage sein, die Verbindung im Flugzeug ist so unzuverlässig ;-). Mittlerweile gibt es auch auf den meisten Flughäfen genug Steckdosen. Und das Essen kommt auf die Spesenrechnung. Ich hatte noch nie das Bedürfnis nach einer Lounge. Aber ich weiss, dass das auch die meisten meiner Kollegen anders sehen, bin vielleicht zu genügsam :-)

Seit wann ...

... akzteptiert die österr. Finanz das Essen auf einer Spesenrechnung (ausgenommen bei Geschäftsessen, da aber dann auch nur 50%)? Und auch glaube ich die Finanz gut genug zu kennen um anzunehmen, dass ein Geschäftsessen auf einem Flughafen nicht akzeptiert werden wird.
Aber, ich lasse mich gerne eines Besseren belehren :-)

das wlan in wien ist super, aber leider nicht internationaler standard. tw. kriegt man 30min gratis, meistens gar nix.

wlan im flieger gibts, kostet halt extra, die LH verlangt glaub ich 25euro. bringt nur in der eco nix wenn sich auf der langstrecke der vordermann zurück lehnt.

wenn man nicht zum spass herumfliegt, ist jedes etzerl mehr komfort und zeitersparnis gold wert. das gleiche gilt für die diversen hotel-bonussysteme. die exec-lounge im hilton ist schmerzensgeld.

Ich flieg auch nicht zum Spass

aber zum Glück nur so viel, dass es mir immer noch Spass macht. Zwei-, dreimal im Monat halt ich das schon aus.

OK. Ich gebe zu, dass es sicher auch Konstellationen gibt, in denen es völlig legitim ist, von diesem Angebot Gebrauch zu machen. (Ob die heute durch viele Arbeitgeber von ihrem Führungspersonal erwartete Herumfliegerei tatsächlich produktiv ist oder eher eine enorme Zeitverschwendung durch unnötige Sitzungen und Businesskasperei darstellt, ist eine andere Frage.) Das ändert aber nichts daran, dass die Konstruktionsweise dieses Rabatt- und Privilegiensystems in anderen Fällen Korruption fördert. Gerade die Übergangsbereiche dürften das System für die Fluglinien so attraktiv machen.

Geh doch

in die grosse weite Welt hinaus und werd selber ein Businesskasper, dann wirst merken, dass da ein ziemlich scharfer Wind weht und du so ziemlich jede Ausgabe verantworten musst, ganz besonders teure Flüge.
Ob Dienstreisen Zeit- und Geldverschwendung sind, kannst du BTW ruhig den betroffenen Unternehmen überlassen.
Ich weiss BTW gar nicht, wieviele Meilen meine Flüge haben. Das sagt mir unsere Agentur nämlich nicht, wenn sie fragen "sechs Uhr fünf mit Air Berlin um zweihundertvierunddreissig Euro oder sieben Uhr vierzig mit AUA um hundertachtundachtzig Euro?" Muss ich glatt mal nachfragen, dieses anscheindend enorm relevante Entscheidungskriterium ist mir bisher völlig entgangen.

Sehr gut durchschaut.
Und sollte uns allen zeigen, dass praktisch jeder von uns bestechlich ist.
Und da alle Airlines jammern, dass die Kosten zu hoch sind, sollten die Vielfliegerprogramme eher abgeschafft werden als Mitarbeiter abzubauen.

was ist daran

korruption?!
wenn ein arbeitgeber seine mitarbeiter so wenig im griff hat, dass die munter (zu) teure fluege buchen, ist das sein problem, genauso wie jeder andere missbrauch von spesen.

Ach ja? Wenn ein Arbeitgeber seine Mitarbeiter so wenig im Griff hat, dass diese beispielsweise zu teure Kampfflugzeuge kaufen, weil sie dann selbst private Vorteile bekommen, dann ist das keine Korruption?

Sind Sie vielleicht zufällig Politiker?

Sie verwechseln da aber jetzt die AUA flieger mit den Eurofightern.

ich glaub kaum das einer genug Meilen sammeln kann das er mit den Eurofighter fliegen darf ;)

Die Reaktionen hier kann ich mir eigentlich nur so erklären:

(1) Dieser Artikel wird hauptsächlich von Businesskaspern gelesen, die sich das Privileg nicht nehmen lassen wollen, wegen ihrer anstrengenden beruflichen Reisen auch privat anstrengende Flugreisen zu machen statt sich zu erholen. Und zwar letztlich auf Firmenkosten.

(2) Da sind ein paar von Lufthansa bezahlte Profiposter unterwegs. Wäre ja angesichts des Themas nicht so erstaunlich.

in allen größeren unternehmen gibt es folgende regeln:

1) meilen kommen in den formenpool
2) meilen dürfen nur für firmenzwecke gebraucht werden

3) trifft eines der beiden erstgenannten nicht zu, müssen die meilen versteuert werden.

ad 3)

hab mich aufgrund dieses Artikels nochmal schlaugemacht und festgestellt, dass die Regelung zur Versteuerung gelockert wurde. Bin am überlegen, ob ich mir jetzt Meilen gutschreiben lassen geh, wegen der Superbenefits, von denen Joh. so erzählt...

prinzipiell macht die steuer nicht so viel aus, beim senator oder hon zahlt sich das schon aus, wenn man sie versteuert und selbst verwendet.

nur: wenn du viel interkonti fliegen musst und es im unternehmen die holzklasse regelung gibt, dann nummst du die meilen gerne für die firma für´s upgrade...

Wenn die LH den Meilen-Upgrade zulässt.

Immer wenn ich einen solchen in die BC wollte, hieß es "Sorry, kein Platz frei".

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