Mandzukic, Shaqiri sorgen für Empörung

Umstrittene Jubel-Choreografie im Spiel gegen Nürnberg - DFB reagierte mit schriftlicher Ermahnung

Die Jubelgesten der Fußball-Profis Mario Mandzukic und Xherdan Shaqiri von Deutschlands Rekordmeister Bayern München im Ligapiel am Samstag beim 1. FC Nürnberg (1:1) sorgen auch noch Tage danach für Empörung. Die Spieler haben für ihre umstrittene Jubel-Choreografie  inzwischen eine Rüge des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) erhalten. In einem Schreiben werden Mandzukic und Shaqiri aufgefordert, "entsprechende Jubelformen zukünftig zu unterlassen, um Fehlinterpretationen zu vermeiden", bestätigte ein DFB-Sprecher.

Der kroatische Teamstürmer Mandzukic hatte nach seinem Treffer in der dritten Minute den Arm ähnlich einem militärischen Gruß an die Stirn gelegt und dann von sich gestreckt. Eine ähnliche Geste zeigte auch der im Kosovo geborene Schweizer Nationalspieler Shaqiri. Von verschiendenen Medien wurde dies als Gruß an die kroatischen Kriegsgeneräle Ante Gotovina und Mladen Markac interpretiert.

Beide Generäle wurden zunächst vom UN-Kriegsverbrecher-Tribunal wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilt, am Freitag aber überraschend freigesprochen.

Mandzukic beteuerte am Sonntag, dass es sich dabei um keine politische Geste handelte, diese sei viel mehr aus einem emotionalen Moment heraus ein Gruß an Kroatien und die Fans gewesen. Außerdem will er schon öfter Tore derart bejubelt haben. Doch seine Facebook-Seite "Mario Mandzukic MM17" bestätigt den Verdacht. Auf dieser Seite, nach Mandzukics Berater Ivan Cvjetkovic die offizielle Seite des Spielers, wurde am Samstag das umstrittene Jubel-Foto veröffentlicht und mit den Worten: "Mandzo zabio pa salutirao generalima!" kommentiert, was übersetzt in etwa folgendes heißt: "Mandzo trifft und salutiert den Generälen!" (red, derStandard.at, 20.11.2012)

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