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Subotica - Ein einstiger Vizepremier in der Regierung des ermordeten serbischen Ministerpräsidenten Zoran Djindjic ist am heutigen Dienstag in der nordserbischen Stadt Subotica festgenommen worden. Die Festnahme von Jozsef Kasza und weiteren drei Personen erfolgte laut Medienberichten im Rahmen der Ermittlungen über die Finanzmachenschaften in der früheren "Agrobanka". Die Affäre war im Sommer aufgeflogen, als auch der frühere Bank-Chef und mehrere andere Personen festgenommen worden waren.
Kasza war eine Zeitlang Chef einer "Agrobanka"-Filiale in Subotica. Die heute festgenommenen Personen seien verdächtigt, einem lokalen Geschäftsmann, der ebenfalls verhaftet worden sei, 13 Millionen Euro ohne notwendige Kreditgarantien gesichert zu haben, berichtete der staatliche TV-Sender RTS.
Kasza war als Chef des Bundes der Vojvodina-Ungarn Anfang 2001 zum Vizeregierungschef bestellt worden. Später war er eine Zeit lang auch Bürgermeister von Subotica.
Die serbische Notenbank hatte im Mai der "Agrobanka", an welcher mit 5,4 Prozent auch die Raiffeisenbank beteiligt war, die Arbeitsgenehmigung entzogen. Daraufhin wurde eine "Neue Agrobanka" im hundertprozentigen Staatsbesitz gegründet, an die alle Assets übertragen wurden und in welche der Staat rund 85 Millionen Euro steckte. Die Aktionäre der "Agrobanka" - Kleinaktionäre hatten einen 68,03-prozentigen Anteil, dem Staat gehörten nur 20,07 Prozent, weitere 6,45 Prozent waren im Besitz der Hypo - hatten daraufhin eine Klage angekündigt.
Unterdessen wurde auch die "Neue Agrobanka" wegen Verschuldung aufgelöst, ihre Assets wurden auf Basis eines kürzlich erlassenen Gesetzes an die Postsparkasse übertragen. (APA, 20.11.2012)
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