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Wien ist und bleibt ein allerorts beliebtes Reiseziel.
Wien - Rekorde in Serie und gute Prognosen, die sogar ein erneutes Plus vorhersagen. Zumindest für die Tourismusbranche in Wien findet die Krise offenbar nicht statt. In den kommenden Monaten wird es noch weitere Besucherzuwächse geben, prophezeit jedenfalls der von der Schloss Schönbrunn Kultur- und BetriebsgesmbH (SKB) im Halbjahresrhythmus herausgegeben "Vienna Tourism Indicator", kurz VTI. Laut dem Bericht steht vor allem ein Boom bei Gästen aus Russland und China bevor.
Der VTI beruht laut SKB im Wesentlichen auf Trendeinschätzungen von Branchenkennern und analysiert wichtige europäische Herkunftsmärkte (wie Deutschland, Italien, Spanien, Mittel- und Osteuropa, Anm.) sowie Japan und China. Auf einer Punkteskala schätzen die Experten ausgehend von einem Schwellenwert von 100 Punkten die Wien-Ankünfte zum Vergleichszeitraum des Vorjahres ein.
Schon im Frühjahr 2012 lagen die Fachleute mit ihrer Einschätzung richtig, betonen die Initiatoren: Sie prognostizierten für April bis September 2012 Ankünfte in Höhe von 134 Punkten im Vergleich zum Vorjahr. Die Ankunftszahlen hätten sich tatsächlich positiv entwickelt.
Auch für die Periode Oktober 2012 bis März 2013 wird ein erfreulicher Trend vorausgesagt: Insgesamt sollen die Ankünfte in Wien mit 118 Punkten erneut höher als der Vergleichswert sein. Die positive Entwicklung sei durch das gute Wiener Winter-Angebot mit Christkindlmärkten, Silvester und Neujahrskonzert möglich, heißt es. Daneben punkteten die allgemeine gute kulturelle Qualität der Destination Wien, der Kongresstourismus und die Aktivitäten in Sachen Tourismuswerbung.
Nicht nur in der Gesamtschau zeigt die Tendenz nach oben, sondern auch in der Betrachtung einzelner Länder. Der VTI weist mit 143 Punkten den höchsten Wert für Russland aus. Mit 123 Punkten folgt China, mit 117 Punkten Mittel- und Osteuropa - konkret Ungarn, Tschechien, Polen. Auch aus Japan werden wieder mehr Gäste erwartet.
Aus Deutschland, das bereits jetzt (nach Gästen aus Österreich, Anm.) auf Platz 2 der Wien-Ankünfte steht, sollen nach Einschätzung der Touristiker in etwa gleich viele Gäste wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres kommen (99 Punkte). Doch es gibt auch Verlierer: Durch die wirtschaftlich angespannte Lage in den südlichen europäischen Ländern erwarten die Experten weniger Gäste aus Italien (76 Punkte) und aus Spanien (60 Punkte).
Dass Wien bei Gästen aus Russland und China boomt, zeigen auch die jüngsten Zahlen: Laut Wien-Tourismus konnten die Ankünfte aus den beiden großen Ländern im vergangenen September um 12 bzw. 39 Prozent zulegen.
Entsprechend dem Gesamttrend macht die Krise auch um das Schloss Schönbrunn derzeit einen Bogen. Die Besucherzahlen für das laufende Jahr bis Ende Oktober liegen um fünf Prozent über jenen des Vergleichszeitraums des Vorjahres. "Geht es so weiter, dürfte 2012 unser bisher besucherstärkstes Jahr werden", zeigte sich Franz Sattlecker, der Geschäftsführer der SKB, erfreut. (APA, 20.11.2012)
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