Googles Play: Musikverkauf bald auch in Österreich?

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    Google Play Music: Bald auch in Österreich?

Unternehmen schließt europaweites Lizenzabkommen - 5,5 Millionen Songs enthalten

Jahrelang hatte Google die Musikindustrie zur Lizenzierung ihres Angebots zu überreden versucht - meist mit wenig Erfolg. Hinter vorgehaltener Hand war immer wieder zu hören, dass die Labels die Verhandlungen bewusst blockieren, da man Google vorwerfe mit seiner Suchmaschine die Piraterie mehr oder weniger offen zu fördern bzw. nicht mit "nötiger Härte" gegen diese vorzugehen.

Durchbruch

Eine verfahrene Situation, die sich aktuell nun aber endlich etwas aufzuweichen scheint. Nachdem Google erst vor wenigen Tagen den Musikverkauf in einigen zusätzlichen Ländern gestartet hat - darunter Deutschland, Frankreich und Spanien - darf sich das Unternehmen nun über einen weiteren signifikanten Durchbruch freuen. Und dieser könnte auch nachhaltige Auswirkungen auf österreichische KonsumentInnen haben.

Abkommen

So berichtet die Nachrichtenagentur Associated Press von einem Abkommen Googles mit der europäischen Musikindustrieallianz Armonia. Diese hat 5,5 Millionen Titel von unterschiedlichsten Labels und Verwertungsgesellschaften in ihrem Angebot, darunter etwa von Universal Music, SACEM, SGAE und SIAE.

Europaweit

Das besondere an diesem Deal: Die Lizenzvereinbarung gilt europaweit, zu den von Armonia abgedeckten Ländern gehört unter anderem auch Österreich. In der offiziellen Presseaussendung streichen die Beteiligten denn auch die Signalwirkung dieses Deals heraus. Bislang mussten Musik-Services für jedes einzelne Land separat verhandeln. Von Seiten Universal heißt es denn auch, dass man stolz darauf sei, an diesem Abkommen beteiligt zu sein, europaweite Abkommen seien die Zukunft.

Österreich

Auf Nachfrage des WebStandards heißt es von Seiten Google Österreichs nur, dass man "derzeit nichts anzukündigen hat". Ein solches Abkommen könnte aber natürlich den Weg für den Start des Musikverkaufs auf Google Play in Österreich frei machen. (apo, derStandard.at, 20.11.12)

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Die Content-Mafia muss zerschlagen werden.

Es ist unglaiblich...

...dass in der EU die Contentindustrie derartige Extrawürschtl braten kann. Wo bleibt der freie Wirtschaftsraum? Wie kann es sein dass keine Branche, keine Uni Nicht-Österreicher auschliessen darf... aber von Medienangeboten können gezielt einzelne EU-Mitglieder mit dem Verweis aufs Lizenzrecht ausgeschlossen werden. Seit Jahrzehnten. Wieso ist das rechtens? Bitte stellt das Unisystem, die Schnellstrassen auf ein Lizenzsystem um... dann kann man wieder gezielt von Nicht-Österreichern abkassieren.

Bald heisst 2015.

Das wird "Kunst hat Recht" aber gar nicht gefallen!

sollte auch eigentlich

Kunst kauft Recht heißen

Sicher ist denen das recht...

...die bereiten ja bereits Abgaben für die Bits in der Cloud vor. Und sie werden sehen: das kommt. Ich wette sogar drauf dass das EUweit durchgeboxt wird. Es ist diesbezüglich viel zu ruhig geworden... das verheisst in der EU meist nix Gutes.

"Eueopaweit"

gehören wir eigendlich noch zur europa?
Liebe Google Mitarbeiter,
wie sie villeicht (nicht) wissen, gehören wir seit den Wahlen 1995 zur EU. Daher verlange ich, als stolzer Europäer/Österreicher Die Google Dienste zu nutzen, die ausgerechnet uns österreicher vorenthalten wird.
Danke für ihr Verständnis
mfg dermitdemhut

Das kommt nur daher, weil die EU massiven Druck

auf die Contentindustrie ausübt und gerade an Gesetzen arbeitet, die nationale Lizenzen verbieten würden.

Die versuchen damit lediglich für manche Bereiche ihr antiquiertes System aufrechtzuerhalten und halt die Kommission milde zu stimmen. Wird ihnen nicht gelingen, dafür haben sie zu lange gewartet und blockiert.

Und für die Öst. Contentindustrie: Ich hoffe sie bekommen sehr wenig aus dem Deal. Denn nur übers Geld lernen sie es.

ja bitte, und dann auch noch Bücher-, Filme- und Geräteverkauf!

Wie man aus meinen Postings erfahren kann bin ich Google-Fan

trotzdem kauf ich bei Amazon das klappt gut da habe ich schon jetzt einiges an Musik in der cloud und alles braucht auch nicht Google haben.

Genau...

...Amazon das als Privatunternehmen US-Politik macht ist ja ne tolle Alternative. Ich hab nach 10 Jahren und Tausenden Euros Umsatz als Amazon und dann später auch noch PayPalkunde meine Accounts geschlossen... und bin heute gut versorgt mit allem. Durchaus oft billiger! Wirklich Festhalten muss man heutzutage an KEINEM Unternehmen wenn man wenigstens ein bissl Idealist ist.

Ja dürfen die das???

Uhhhhhh... an der AKM / AUME & Co vorbei.

Demnächst: "Googleabgabe" für gescheiterte Künstler

...

na endlich, ich finds generell witzlos solche dinge für jedes land einzeln verhandlen zu müssen - unabhängig vom betreffenden store
-> in einer wirtschaftsunion sollte dass sowieso kein problem darstellen!

und wenn sich die damen und herren verwerter nicht einigen können, dann gibts eine kombination aus den jeweils "günstisten" tarifen.... dann habens auch mal a bissal einen druck dass auch mal was arbeiten... ;)

Gibt's eigentlich eine Erklärung dafür, dass es Google bisher nicht geschafft hat, so ein Abkommen zu erreichen, welches Apple seit Jahren hat?

Es kann doch keine logische Begründung geben, warum man Google versagen sollte, was Apple mit iTunes seit Jahren anbietet. Auch amazon, netflix oder hulu wird ja seit längerem die lange Nase gezeigt. Obwohl mich netflix durchaus davon abbringen könnte, Serien auf movie2k zu streamen.

Apple hat über iTunes...

...keine europaweiten Abkommen mit der Contentindustrie sondern für jedes Land eigene ausverhandelt. Was sich auch daran zeigte, dass einige Services in Österreich später ankamen wie iTunes Videos (wer allerdings braucht dieses überteuerte Angebot?) oder iTunes Match, aber immerhin hat man nicht auf Ö vergessen. Btw. es ist höchste Zeit, dass alle diese Angebote europaweit einheitlich gültig sind, alles andere widerspricht eigentlich dem freien Güter- und Dienstleistungsverkehr!

Apple sperrt die User ein: das liebt die Musik-Industrie und Google macht das Gegenteil das hasst die Industrie

(Dafür zahlen dann auch noch manche mehr für Apple das freut beide die Industrie und Apple)

Deine Frage wird eigentlich im Artikel beantwortet... Die Musikindustrie hasst Google wegen der Möglichkeit Raubkopien in der Suchmaschine zu finden.

Es ist ja nicht nur Google, welches gebremst wird. Auch amazon konnte bisher keinen Content on demand in Österreich anbieten.

die austromechana wird da schon gut durchklagen

.... aber nur in die richtung dass es das bei uns nicht geben wird! ... leider

what else

österreich ist zumindest in der infografik der Aussendung inkludiert...

...denke also, das wird bei uns auch funktionieren. Die Frage ist nur: Wann?

Na das wäre mal bequem.

Die Musik bei Amazon zu kaufen und dann bei Google hochzuladen wie bisher ist irgendwie umständlich.

Ich nutze einfach den Amazon Cloud-Player der in Amazons MP3-App intgriert ist. Warum sollte ich meine schon gekaufte Musik nochmal bei Google hochladen wenn sie schon in der Amazon Cloud für mich verfügbar ist?

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