Erneut keine Einigung beim Handels-KV

Gewerkschaft verschärft Gangart

Wien - Auch in der vierten Kollektivvertragsrunde für die Angestellten und Lehrlinge im Handel ist es heute, Dienstag, zwischen den Sozialpartnern zu keiner Einigung gekommen. Die Gewerkschaft will nun die Gangart etwas verschärfen und diese Woche in rund 150 heimischen Unternehmen Betriebsversammlungen abhalten, kündigte Arbeitnehmer-Chefverhandler Franz Georg Brantner im APA-Gespräch an. "Ein akzeptables Ergebnis war nicht realisierbar", so der Gewerkschafter.

Die nächste und letzte offizielle Verhandlungsrunde findet in einer Woche (27. November) statt. Somit wird sich heuer kein Abschluss vor dem Start des Weihnachtsgeschäfts ausgehen, zumal der erste Einkaufssamstag bereits diese Woche ist.

Aus Sicht der Arbeitgeber hat die Gewerkschaft heute keine weitere Forderung gelegt. "Wir haben letzte Woche ein Angebot gelegt, nun wären sie am Zug gewesen", sagte Arbeitgeber-Chefverhandler Peter Buchmüller zur APA. Die Gewerkschaft beharre auf ihrer ursprünglichen Forderung von 3,55 Prozent für Beschäftigte, die bis 2.100 Euro verdienen und 3,45 Prozent für jene, die darüber liegen - mindestens jedoch 50 Euro. "Das können wir unseren Unternehmen nicht zumuten", so Buchmüller.

Die Arbeitgeber haben vergangene Woche eine Gehaltserhöhung von 2,65 Prozent geboten. Für Berufseinsteiger in den ersten drei Jahren wurden 3,7 Prozent geboten, für Lehrlinge 3 Prozent. "Von unserer Seite ist die Bereitschaft da, das Angebot zu verbessern", sagte Buchmüller. (APA, 20.11.2012)

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