Armee will Waffenruhe der FARC-Rebellen nicht anerkennen

20. November 2012, 07:33

Verteidigungsminister will "alle Verbrecher verfolgen, die gegen die Verfassung verstoßen haben"

Bogota - Die kolumbianischen Streitkräfte werden die von der Rebellengruppe FARC einseitig ausgerufene Waffenruhe nicht anerkennen. Das erklärte am Montag der kolumbianische Verteidigungsminister Juan Carlos Pinzón.

Zuvor hatte der Verhandlungsführer der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC), Iván Márquez, zum Auftakt der Friedensverhandlungen mit der Regierung in Kuba angekündigt, die Rebellen würden bis zum 20. Jänner alle militärischen Operationen und Sabotageakte einstellen.

Es sei die in der Verfassung verankerte Pflicht des kolumbianischen Militärs, "alle Verbrecher zu verfolgen, die gegen die Verfassung verstoßen haben", sagte Pinzón.

Kuba ist nach einer ersten Verhandlungsrunde in Oslo Gastgeber der Friedensgespräche zwischen kolumbianischer Regierung und Rebellen. Die FARC führt seit fast einem halben Jahrhundert einen Untergrundkrieg in Kolumbien. (APA, 20.11.2012)

Share if you care
3 Postings
Gegenüber Linksterroristen darf es keine Nachsicht geben!

Widerstand gegen die Befriedung

war von Seiten der Militärs natürlich zu erwarten.
Auch Generäle geben nicht gern ihre Existenzgrundlage und damit ihre enorme Macht auf. Sie werden schon entsprechend zu provozieren wissen um einen allfälligen Friedensprozess zu sabotieren.

das war ja zu erwarten..

schließlich würde die armee doch ihre rechtfertigung und ihren zentralen sinn verlieren, wenn sie keine "terroristen" mehr jagen und nicht mehr ausnahmezustand spielen darf. jede armee, aber gerade das kolumbianische militär hat natürlich schwiegrigkeiten, mit friedlichen zuständen klarzukommen. denen wird im frieden einfach fad und die brauchen dann eine neue beschäftigungstherapie. wenn santos es ernst meint mit dem frieden, dann sollte er sich von den kriegstreibern in der armee und rund um seinen ziehvater uribe nicht beeindrucken lassen.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.