Millionärstochter gequält: 13 Jahre Haft für australischen Erpresser

20. November 2012, 06:55

Investmentbanker hängte seinem Opfer zehn Stunden eine vermeintliche Bombe um den Hals

Sydney - Im Prozess um den Fall der australischen Millionärstochter, die zehn Stunden lang mit einer vermeintlichen Bombe um den Hals ausharren musste, ist der Angeklagte zu dreizehneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Der Investmentbanker habe sein Opfer "unvorstellbarem Terror" ausgesetzt, sagte ein Richter in Sydney am Dienstag zur Begründung der Maximalstrafe. Nach zehn Jahren Gefängnis kann erstmals eine frühere Freilassung des Verurteilten geprüft werden.

Der Vater dreier Kinder war Anfang August 2011 maskiert in die Villa der Unternehmerfamilie Pulver in Sydney eingedrungen und hatte Madeleine Pulver eine vermeintliche Bombe umgehängt, von der sie erst nach zehn Stunden befreit werden konnte. Sprengstoffexperten stellen erst dann fest, dass es sich um eine Attrappe handelte. Bevor der Täter verschwand, hinterließ er einen Drohbrief, in dem er davor warnte, die Behörden zu alarmieren und dazu aufforderte, weitere Anweisungen und Geldforderungen per E-Mail abzuwarten. Der Fall hatte weltweit Aufsehen erregt.

Flucht in die USA

Der heute 52-Jährige war kurz nach der Tat in die USA geflüchtet. Er wurde schließlich im US-Bundesstaat Kentucky von Beamten der US-Bundespolizei FBI festgenommen und nach Australien ausgeliefert. Er hatte zwar indirekte Verbindungen zur Familie Pulver, diese kannte den Mann aber nicht, der nach dem Scheitern seiner Ehe und dem Verlust des Sorgerechts für seine Kinder offenbar psychische Probleme hatte. (APA, 20.11.2012)

Share if you care
7 Postings

Pulver?
Der Name ist eine Provokation für einen Bombenbastler

ja, spinnt denn der? eine millionärstochter? das geht zu weit - hätt er sich eine ureinwohnerin geschnappt gäbs maximal fussfessel

Sie haben vergessen, "in Österreich" einzusetzen.

also: "hätt er sich eine ureinwohnerin in österreich geschnappt gäbs maximal fussfessel"

Kennen die Australier

keine Fussfessel??

13 Jahre Haft

hat einen Menschen glauben lassen dass er eine Bombe trägt.
In Salzburg bekommt ein Mann der sich wiederholt an einem 15 jährigen Mädchen vergeht Fußfessel.
Danke Österreich dass du so gut auf Deine Verbrecher achtest.

Eigentich müsste mann so einern fussfesselerkenner geben wo man die träger heimwatschen kann

Potentiell alle, die im Frühsommer mit Socken, Sandalen und kurzen Hosen unterwegs sind.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.