"Writing for CEE 2012" zeichnet "besten Anti-Boulevard" aus

19. November 2012, 21:44
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Martin Ehl für seine Mitteleuropa-Kolumnen in "Hospodarske noviny" ausgezeichnet

Wien/Prag - Der tschechische Journalist Martin Ehl ist der diesjährige Gewinner des europäischen Journalistenpreises "Writing for CEE 2012". Für seine Mitteleuropa-Kolumnen wurde er mit dem mit 5.000 Euro dotierten Preis ausgezeichnet.

Ehl behandelt in seinen Kolumnen politische und gesellschaftliche Phänomene in seiner Heimat Tschechien und den Nachbarländern. Der 1973 in Pardubice geborene Journalist blickt in seinem in der tschechischen Tageszeitung "Hospodarske noviny" veröffentlichten Textzyklus unter dem Serientitel "Das Zentrum Europas" über den Tellerrand der tschechischen Landesgrenzen hinaus. Sein Fokus liegt auf der Region Mittelosteuropa, deren Länder die gemeinsame Erfahrung eines halben Jahrhunderts hinter dem Eisernen Vorhang, der Transformation nach dem Fall der kommunistischen Regime und des Weges in die Europäische Union verbindet.

Der Preisträger zeige mit seinen Arbeiten, wie unterhaltsam anspruchsvoller Qualitätsjournalismus sein könne, erläuterte Ambros Kindel,  Jury-Vorsitzender und langjähriger APA-Außenpolitikchef, die Entscheidung. "Martin Ehls Artikel zählen zum besten Anti-Boulevard, den man sich vorstellen kann."

Der seit 2004 vergebene Journalistenpreis "Writing for CEE", verliehen von der Nachrichtenagentur APA und der Bank Austria, soll über die Landesgrenzen hinweg zur journalistischen Auseinandersetzung mit aktuellen Fragen Europas und der europäischen Integration einladen. Bisherige Preisträger waren der tschechische Journalist Lubos Palata (2004), die bulgarische Schriftstellerin Diana Ivanova (2005), der bosnische Journalist Sefik Dautbegovic (2006), der österreichische Schriftsteller Martin Leidenfrost (2007), die in Griechenland geborene und in Deutschland tätige Radiojournalistin Anna Koktsidou (2008), der österreichische Journalist Florian Klenk (2009), die bosnische Autorin Azra Nuhefendic (2010) sowie die slowenische Journalistin und Fotografin Meta Krese. Ihre kritische Reportage über die Lebensumstände der Roma-Minderheit in ihrer Heimat wurde im Vorjahr ausgezeichnet. (APA, 19.11.2012)

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